Altmarkkreis l Einmal in der Woche ist auf dem Bauernmarktgelände in Salzwedel die Hölle los. Donnerstags, wenn die Händler ihre Stände aufgebaut haben, strömen die Besucher in Richtung Halle. Überwiegend ist es die ältere Generation, die den Markttag fest in ihren Wochenrhythmus eingebunden hat und das nicht nur zum Einkaufen. Der Bauernmarkt ist ein Treffpunkt zum Schwatzen, Essen und für eine Auszeit aus dem Alltag.

Aber wie verträgt sich die Geselligkeit mit den Corona-Regeln, deren Einhaltung aufgrund steigender Infektionszahlen einen hohen Stellenwert einnimmt? Zumal das Bauernmarkt-Publikum zu einem Großteil der Risikogruppe angehört. Das wollten am Donnerstagvormittag Friederike Pierau, Luise Dannies und Kathleen Grothe von den Ordnungsämtern des Kreises und der Stadt wissen. Begleitet wurden sie von Regionalbereichsbeamtin Angela Krause vom Polizeirevier. Nach einer kurzen Absprache, auf was zu achten und wie bei Verstößen zu verfahren ist, ging es los. Immerhin können bis zu 1000 Euro Bußgeld fällig werden, wenn sich nicht an die Auflagen der Eindämmungsverordnung gehalten wird. „Darum geht es heute aber nicht“, sagte Friederike Pierau. An dem Tag sollte es bei Hinweisen und Ermahnungen bleiben.

Kein Gedränge auf dem Markt

Obwohl der Parkplatz vor der Bauernmarkthalle anderes vermuten ließ, gab es innen kein Gedränge. Alle trugen brav ihre Maske und Desinfektionsspender standen ebenfalls bereit. Gebhard Wolff von der Marktleitung erläuterte den Kontrolleurinnen die Hygienemaßnahmen und ließ sich Tipps geben.

Der Bauernmarkt war längst nicht der einzige Anlaufpunkt des Kontrolltages. Zur gleichen Zeit war Regionalbereichsbeamter Uwe Fehrmann im Salzwedeler Kaufland und seinem Umfeld unterwegs. Auch Schulen, Geschäfte, Gastronomiebetriebe oder Bushaltestellen wurden von den Ordnungsamtsmitarbeitern und den Polizisten angesteuert. Bei den stichprobenartigen Kontrollen waren vier Teams im Einsatz, zwei im Stadtgebiet in Gardelegen und zwei in Salzwedel. Sie waren gut zweieinhalb Stunden „auf Streife“.

Desinfektionsmittel fehlt teilweise

Im Großen und Ganzen waren sie mit dem Verhalten der Bevölkerung zufrieden. „Es wurden nur geringfügige Verstöße festgestellt“, erklärt Birgit Eurich vom Presseteam des Altmarkkreises. Im Einzelhandel hätten an den Eingängen teils das Desinfektionsmittel sowie Hinweisschilder zu Abständen und Personenzahl gefehlt. Einige Leute mussten auf die Einhaltung der Maskenpflicht angesprochen werden. Sie hätten einsichtig reagiert und ihren Mund-Nasenschutz angelegt, informiert sie. Auch Schüler wurden auf Abstandsregeln und Masketragen hingewiesen. „Es freut mich, dass die Kontrollen insgesamt positiv von der Bevölkerung aufgenommen wurden“, sagt Landrat Michael Ziche dazu.