Arendsee l Das Schiff „Queen Arendsee“ bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Und auch interessierten Zeitungslesern ist die Situation keinesfalls egal. Im Nachgang der Volksstimme-Berichterstattung über den niedrigen Wasserstand und das damit verbundene Problem, die „Königliche“ derzeit im nassen Element lassen zu müssen, haben sich Technik-Experten bei der Luftkurort Arendsee GmbH gemeldet. Diese betreibt das städtische Schiff.

Luftkissen-Variante bislang nur Gedankenspiel

Eine Idee: Luftkissen zu verwenden, um das Schiff darauf an Land zu bekommen. Noch ist unklar, ob und wie sich dieser Vorschlag überhaupt umsetzen lässt. Grundsätzlich zeigt sich die GmbH aber für alle Vorschläge offen. Dies unterstrich Interims-Geschäftsführerin Sonja Nowak im Gespräch. Die Ideengeber haben auch vorgeschlagen, einen detaillierten Plan für die Umsetzung fertigen zu wollen – ohne dafür Geld zu verlangen. Danach könnte die Luftkissen-Variante an Aktualität gewinnen oder wird zu den Akten gelegt.

Bislang muss die „Queen“ auf Schlitten bugsiert werden. Mit Hilfe von Seilwinden und Schienen wird sie dann an Land gezogen. Dort erfolgen Wartungsarbeiten sowie TÜV-Untersuchungen. Dies ist jetzt nur für den Schiffsbereich, der sich über dem Wasser befindet, möglich. Das Verlängern der Schienen in tiefere Regionen ist keine Option, da sich dort eine Abbruchkante befindet. Es geht steil hinab.

Zeit drängt

Sonja Nowak und ihr Team wissen, dass die Zeit läuft. Normalerweise würde das Schiff um Ostern 2021 herum den Fahrbetrieb wieder aufnehmen. Ohne kompletten TÜV wäre das dann nur noch vier Monate lang möglich. Eine weitere Lösungsvariante: Taucher kontrollieren den Unterboden im Wasser. Ob der TÜV da mitgeht, ist noch unklar. Zudem gibt es dabei ein Risiko. Wenn ein Schaden festgestellt wird, müsste das Schiff wohl an Land, um ihn zu beheben. Der Einsatz von Schwerlastkränen, die die „Königliche“ von ihrer Liegestelle auf die Slipanlage an Land heben, ist offensichtlich unmöglich. Der Untergrund am Hafenbereich lässt diese Aktion nicht zu, er würde nachgeben.

Noch bleiben einige Monate Zeit, um einen machbaren Weg zu finden. Eine neue Slipanlage zu bauen, scheitert schon an den Finanzen. Zudem müsste erst einmal eine andere geeignete Stelle gefunden werden, bei der sich das Schiff auch während niedriger Wasserstände an Land ziehen ließe. Das Einfachste wäre weiterhin: Der Wasserstand steigt stark.