Sanierung

Ausbau der Burgstraße in Salzwedel

Die Sanierung des südlichen Teils der Burgstraße in Salzwedel soll voraussichtlich ein Jahr dauern.

Salzwedel l „Wie lange soll eigentlich gebaut werden“, will Karl-Heinz Schliekau (CDU) im städtischen Bauausschuss wissen. Gemeint ist der südliche Teilbereich der Burgstraße am Amtsgericht, das innerstädtische Einfallstor aus Richtung Wolfsburg kommend.

„Ein Jahr“, erklärt Bauamtsleiterin Martyna Hartwich. Schließlich würden auch die Archäologen wieder dabei sein und könnten den grundhaften Ausbau der holprigen Piste verlängern.

Für Enrico Dannies, der im Ausschuss berufender Bürger ist und an der Straße die Kneipe „Stadtmitte“ reaktivieren möchte, ein wichtiges Thema. Daher für ihn von großer Bedeutung: Wann geht es los? Doch darauf bekommt er keine exakte Antwort. „Wir haben noch nicht alle Genehmigungen“, fährt Martyna Hartwich fort. Doch wenn die Räte einen Beschluss zum Ausbau fassen, könne in die Ausschreibungsphase gegangen werden.

Nicht nur der Baustart ist bei den Stadträten von Belang. So will beispielsweise Marco Heide (Die Linke) wissen, wie es um den Radweg entlang des Gerichtes bestellt ist. Sprich: Wird der auch nach dem Ausbau noch erhalten bleiben? Daraufhin wird der Wortschatz des Fragenden erweitert. Denn es handele sich dabei keineswegs um einen Radweg, wie die Bauamtsleiterin erläutert. Vielmehr sei es ein sogenannter „Angebotsstreifen“, auch Radfahrerschutzstreifen genannt. Und dieses „Angebot“ für die Radfahrer auf der Burgstraße der Hansestadt solle trotz Einbahnstraßenregelung erhalten bleiben.

Ein weiterer Knackpunkt, wie sich in der Diskussion zeigte, scheint die Ecke Altperver- und Burgstraße zu sein. Genau genommen die kleine Insel auf der Ecke. Denn diese würde das Abbiegen für die Radler erschweren. Aber auch hier hat Hartwich frohe Kunde: „Die Insel wird so angepasst, dass die sichere Nutzung für alle Verkehrsteilnehmer “ gewährleistet werde.

Warum der ganze Bau nun mit 300 000 Euro Mehrkosten die klamme Stadtkasse belastet, will indes Nils Krümmel (Freie Fraktion) wissen. Und ob die Stadt nicht nach entsprechender Förderung Ausschau gehalten habe. Die Mehrkosten kämen aufgrund der bereits stattgefundenen Probebohrungen zustande. Förderung gebe es, so die Bauamtsleiterin: „Für die gesamte Maßnahme.“