Altmarkkreis l Mitte September dieses Jahres kam eine neue Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zum Digitalpakt Schule heraus. Aileen Simeone, Sachgebietsleiterin im Bereich Schulverwaltung im Altmarkkreis Salzwedel, stellte am Montagabend den Mitgliedern des Kreisausschusses für Bildung während der Sitzung im Gardelegener Gymnasium diese vor.

Vorgesehen ist eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik. Sobald die Verkabelung des Schulgebäudes abgeschlossen ist, ist die Beantragung für Fördermittel für die entsprechende Ausstattung möglich. Konkret sieht das so aus, dass die Schulen im Altmarkkreis bis 2022 über entsprechende Technik und Ausstattung für einen digitalen Unterricht verfügen sollen. „Das Ziel ist, dass alle Schulen auf dem selben Niveau ausgestattet sein sollen“, so Simeone. Zwar entscheiden die Schulträger eigenverantwortlich, in welche Schulen investiert werden soll. Bedingung ist aber, dass in allen Schulen die Mindestvernetzungsstandards entsprechend den Leitlinien zur IT-Ausstattung an Schulen gewährleistet ist. Diese gleichen Bedingungen sind Schularten übergreifend. So profitieren Förderschulen ebenso von diesem Programm wie Sekundarschulen, Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Berufsbildende Schulen. Ziel des Digitalpaktes ist eine Steigerung der Leistungsfähigkeit der digitalen Bildungsinfrastruktur.

507 Euro pro Schüler zugrunde gelegt

Schulen können so vernetzt werden. 507 Euro pro Schüler hat das Land Sachsen-Anhalt für die Förderung des Digitalpaktes zugrunde gelegt. So kommt die Fördersumme von rund 2,89 Millionen Euro zustande, wie Simeone die Ausschussmitglieder informiert. Das Land fördert die Maßnahmen mit 90 Prozent.

Die Umsetzung des Vorhabens ist auf drei Jahre gesplittet. So wird im nächsten Jahr die Verkabelung des Jahngymnasiums Salzwedel fortgesetzt. Weitere Mittel fließen 2020 für die Gemeinschaftsschule Arend- see, das Geschwister-Scholl-Gymnasium Gardelegen, die Gemeinschaftsschule Comenius, die Sekundarschule Mieste, die GB-Förderschulen in Salzwedel und Gardelegen, die LB-Förderschulen in Salzwedel und Gardelegen sowie in die Berufsbildenden Schulen Salzwedel. In den genannten Förderschulen, außer in der GB-Schule Gardelegen, sind für diese Jahresscheibe allerdings nur Planungskosten in den Haushalt eingestellt. Die Sekundarschulen in Klötze und Dähre sowie die Sekundarschule „Karl Marx“ in Gardelegen sind 2021 an der Reihe.

Weitere Mittel

Für die GB-Förderschule Salzwedel und die LB-Förderschulen in Salzwedel und Gardelegen sowie in die Berufsbildenden Schulen Salzwedel stehen 2022 weitere Mittel bereit. Vollständig verkabelt werden dann auch die Gemeinschaftsschule Lessing in Salzwedel, das Beetzendorfer Gymnasium sowie die Sekundarschulen in Beetzendorf und Kalbe.

Eigenmittel und Fördermittel zusammengenommen machen über die kommenden drei Jahre Ausgaben von insgesamt mehr als 3,1 Millionen Euro aus.