Pretzier (ao) l Zurzeit wird bei der Deutschen Bahn an einer Vorplanung für eine Über- oder Unterführung für den Bahnübergang Pretzier gearbeitet, heißt es auf Anfrage von Erika Poschke-Frost, Pressesprecherin bei der Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Daher ist auch noch nicht klar, ob eine Unterführung oder Brücke favorisiert wird.

Aufgrund der Planung des Streckenausbaus Stendal-Salzwedel-Uelzen und des daraus prognostizierten Zugverkehrs und die damit einhergehenden Schließzeiten an den Schranken, sei die Deutsche Bahn mit den Straßenbaulastträgern derzeit im engen Austausch. Dabei habe sich herauskristallisiert, dass eine Ober- unter Unterführung her müsse. Die Bahn spricht in diesem Zusammenhang von einer niveaufreien Kreuzung.

Drunter oder drüber?

„Man unterscheidet bei niveaufreien Kreuzungen zwischen Straßen- und Schienenwegen grundsätzlich einmal in Straßenüberführungen und Eisenbahnüberführungen“, erklärt die Pressesprecherin, sprich Unter- oder Überführung für die Autos.

Die Untersuchung zur Ausgestaltung einer niveaufreien Kreuzung erfolge unter anderem hinsichtlich von Umweltaspekten, dem Flächenbedarf und natürlich der Kosten. Beispielsweise spreche für eine Brücke die oftmals geringeren Herstellungskosten gegenüber einer Eisenbahnüberführung, wohingegen für die Anrampung auf eine Brücke meist eine größere Entwicklungslänge und damit eine größere Flächeninanspruchnahme erforderlich sei, so Poschke-Frost. Beim Thema Geld müssen gleich mehrere ihre Taschen öffnen. Gemäß Eisenbahnkreuzungsgesetz würden bei einer Landesstraße die Baulastträger der beiden Verkehrswege und der Bund jeweils ein Drittel der Kosten tragen, heißt es weiter bei der Bahn.

Ziel sei es, die angedachte Lösung innerhalb des Streckenausbaus zwischen 2025 und 2028 umzusetzen. Ob das bis dahin klappt, wisse man in diesem frühen Stadium der Planung aber noch nicht.