Stendal/Salzwedel l In den beiden altmärkischen Landkreisen stagniert die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus. Unterdessen setzen die Verwaltungen in Stendal und Salzwedel die aktuellen Landesverordnungen um, darunter auch den neuen Bußgeldkatalog.

Die aktuellen Fallzahlen und Nachrichten aus den Kreisen im Überblick:

Landkreis Stendal

Im Landkreis Stendal sind 63 Menschen (Stand: 3. April) mit dem Coronavirus infiziert. Damit gibt es im Vergleich zum Vortag nur einen weiteren Corona-Fall in der Region.

Um materiell gut aus- und gerüstet für die Corona-bedingten Aufgaben zu sein, kümmert sich der Landkreis Stendal um die Beschaffung von Schutzkleidung und Atemschutzmasken. „Wir versuchen jetzt selbst, an die Dinge heranzukommen“, sagte Landrat Patrick Puhlmann (SPD) noch am Dienstag (31. März) während einer Pressekonferenz. Am Donnerstag (2. April) informierte er die Kreistagsmitglieder, dass die Bestellung erfolgt sei und in den nächsten ein bis zwei Wochen die Lieferung von Schutzmasken erwartet werde. Unter anderem werden die Masken für Einsätze des Gesundheitsamtes benötigt.

Altmarkkreis Salzwedel

Wie die Pressestelle des Altmarkkreises am Freitagmittag mitteilte, gibt es in der westlichen Altmark keine neuen Corona-Fälle. Damit gilt weiter die Zahl von 17 Infizierten. 49 Menschen aus dem Kreis befinden sich weiter in Quarantäne, bei 161 Personen ist diese schon abgelaufen. "Drei Patienten liegen noch auf der Corona-Station im Krankenhaus Gardelegen, ihr Gesundheitszustand hat sich gebessert", lautet die gute Nachricht aus der Kreisverwaltung. Auch der Zustand des Patienten auf der Intensivstation sei besser als am Vortag, hieß es weiter.

Die Verwaltung weißt zudem darauf hin, dass die Verordnung des Landes zu Kontaktbeschränkungen nun bis zum 19. April gilt. Mit dem neuen Bußgeldkatalog sei eindeutig geregelt, "dass das Feiern, Picknicken und Grillen auf öffentlichen Plätzen und Anlagen unabhängig von der Personenzahl untersagt ist". Bei Verstößen drohe ein Bußgeld von bis zu 250 Euro pro beteiligter Person. "Im Hinblick auf das bevorstehende Wochenende wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Aufenthalt zu touristischen Zwecken nicht erlaubt ist.", mahnt der Kreis. Kontrollen von Polizei und Ordnungsämtern werden angekündigt.

Für Fragen von Einwohner wird auch am Wochenende wieder ein Bürgertelefon in der Kreisverwaltung besetzt. Von 12 bis 16 Uhr sind dort Mitarbeiter unter der Nummer 03901/840-790 oder -791 erreichbar. An den Wochentagen ist das Telefon von 8 bis 16 Uhr besetzt.