Salzwedel l „Wir können nicht schweigen – Halle, Rojava und überall!“, mit diesen Worten eröffnete am frühen Freitagabend (11. Oktober) eine Teilnehmerin eine kurzfristig einberufene Demonstration verschiedener Initiativen. Rund 70 Teilnehmer hatten sich dazu am Salzwedeler Wasserturm eingefunden. Mit vorbereiteten Transparenten wollten sie ein Zeichen setzen, gegen rechten Terror und Gewalt, Antisemitismus und Rassismus.

Hintergrund waren der Anschlag auf eine Synagoge in Halle am Donnerstag, bei dem der rechtsextreme Täter zwei Menschen erschossen und weitere schwer verletzt hat.

Die Demonstranten warfen Politik und Sicherheitskreisen vor, eine „Einzeltäterthese“ zu verbreiten, Hintermänner zu vertuschen und die Tat zu entpolitisieren. Dem sei mit entschiedenem öffentlichen Druck entgegenzuwirken, heißt es sinngemäß in einem zur Demo verfassten Rundbrief.

Ein zweites Thema war der Angriffskrieg der Türkei in Nordsyrien, gegen den sich die Demonstranten vehement wendeten. Die Demo war ordnungsgemäß angemeldet und wurde von Polizisten begleitet, die kurzzeitig Straßen für das Passieren des Zuges sperrten.