Umleitungen nötig

Die nächste Baustelle: Burgstraße im Salzwedeler Zentrum wird gesperrt

In wenigen Tagen geht es los: Die Burgstraße im Zentrum Salzwedels wird saniert. Das zieht Umleitungen nach sich. Zudem erfolgt die Müllentsorgung bis Ende August nur an Sammelstellen. Die Volksstimme fasst die wichtigsten Punkte für die Baustelle zusammen.

Von Alexander Rekow 05.08.2021, 02:30
Die Burgstraße in Salzwedel wird ab Montag zur Baustelle. Die Arbeiten dauern vermutlich bis Juni 2022.
Die Burgstraße in Salzwedel wird ab Montag zur Baustelle. Die Arbeiten dauern vermutlich bis Juni 2022. Foto: Hansestadt Salzwedel

Salzwedel - Es soweit, die Salzwedeler Burgstraße ist ab Montag (9. August) dicht. Grund dafür sind umfangreiche Ausbauarbeiten an der Straße im Stadtkern. Für viele Kraftfahrer heißt es nun: Umleitung! Und das wohl bis mindestens Juni 2022.

Wie die Volksstimme bereits berichtete, sollen die Arbeiten auf einer Länge von 130 Metern in drei Teilbereiche gegliedert werden. Los gehts am Montag am Kurvenbereich Holzmarktstraße/Burgstraße. Anfang Oktober soll dieser Bauabschnitt fertig sein, teilt Stadtsprecher Andreas Köhler mit. Doch mit Sicherheit lässt sich das nicht sagen. Da sich die Burgstraße im historischen Stadtkern befindet, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass Archäologen Relikte vergangener Zeit zu Tage fördern. Auch die Beschaffenheit des Baugrundes kann sich auf die Bauzeit auswirken.

Was aber feststeht: Die Verkehrsführung im Zentrum ist fortan verändert. „Die Burgstraße wird vom Salzwedeler Amtsgericht bis zur Einmündung Holzmarktstraße ab Montag für den Fahrzeugverkehr gesperrt“, so Köhler. Wer in der Holzmarktstraße sein Grundstück ansteuern möchte oder zum Be- und Entladen in den Bereich muss, kommt über die Straße An der Lorenzkirche und dann über die Kramstraße zum Ziel.

Karte der Baustelle Burgstraße im Innenstadtbereich von Salzwedel.
Karte der Baustelle Burgstraße im Innenstadtbereich von Salzwedel.
Grafik: prePress Media Mitteldeutschland GmbH

Doch auch dort kommt es noch in diesem Monat zu einer weiteren Änderung. Denn auch ein Teilbereich der Holzmarktstraße an den Parkplätzen der Lorenzkirche wird ab dem 23. August abgeriegelt. Grund dafür sind Dacharbeiten an einem privaten Gebäude.

„Ein hoher Stellenwert wird auf die kontinuierliche Erreichbarkeit der Grundstücke und Führung des Fußgängerverkehrs durch die Baustelle gelegt“, bekräftigt der Stadtsprecher. So würden an mindestens einer Seite längs der Baustelle entlang Fußgängerfurten mit entsprechenden Übergängen angelegt. „Um einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zu gewährleisten, dürfen keine Autos im Baustellenbereich geparkt werden“, stellt Köhler klar.

Knackpunkt Mülltonnen

Ein wichtiger Knackpunkt für Anwohner des Bereichs ist die Müllentsorgung. Denn vom 9. bis 27. August sei das Fahren im Baustellenbereich für Müllfahrzeuge unmöglich. „Hiervon ist auch die Müllentsorgung der gesamten Burgstraße, sowie Teilabschnitte der Holzmarktstraße und der Kramstraße betroffen.“ Aus diesem Grund werden vier Sammelstellen für die Mülltonnen eingerichtet. Am Vorplatz des Amtsgerichts, an der Bocksbrücke gegenüber der Hausnummer 4, im Lohteich sowie der Platz an der Kramstraße. Die Plätze seien vor Ort ausgeschildert. „Sollte ein Transport der Tonne nicht möglich sein, so leistet die Baufirma Kaupke Hilfestellung“, versichert Andreas Köhler.

Die Baufirma werde am Abfuhrtag um 7 Uhr die betreffenden Straßenabschnitte kontrollieren. „Ist ein Rücktransport der Tonnen selbst nicht möglich, kann der zuständige Polier unter 0151/11 71 80 35 kontaktiert werden.“ Um Verwechslungen der Tonnen zu vermeiden, werden die Anwohner gebeten, ihre Mülltonne deutlich mit Namen und Hausnummer zu versehen. Sollte es trotzdem Probleme geben, können Anwohner diese bei der wöchentlichen Bauberatung ansprechen. „Diese findet nach dem Baustart jeweils mittwochs um 10 Uhr auf dem Vorplatz des Amtsgerichts statt“, so der Stadtsprecher.

Das wird gemacht:

Doch was wird nun eigentlich in der Bauzeit genau gemacht? Der Ausbau betrifft die Straße mit einer Breite von 5,5 Metern, 3,5 davon sind Fahrbahn. Dazu komme zwei Meter Parkstreifen in Asphaltbauweise, einschließlich beidseitiger Gossen in Naturstein und vorhandenem Sandbordstein, erklärt der Stadtsprecher. Zudem Gehwege auf beiden Seiten (1 und 1,5 Meter) mit integrierten Grundstückszufahrten aus grauem Klinkerpflaster. Die Anpassungsbereiche zu den Gebäuden sowie Einbauten (Schieber/Hydranten) und dem Sandsteinbord sollen mit vorhandenem Mosaikpflaster gepflastert werden. Auch die Erdkabel für die Straßenbeleuchtung werden erneuert und elf rund vier Meter hohe Lichtmasten mit Ausleger installiert. Hinzu kommen noch die notwendigen Arbeiten für die Straßenentwässerungen. Im Ergebnis werden aus dem städtischen Haushalt 925 900 Euro an Baukosten in das Projekt fließen. Davon 540 000 Euro Fördermittel von Bund und Land sowie 37 000 Euro Erstattungen Dritter, so Andreas Köhler.