Salzwedel l Die Corona-Pandemie hat es einmal mehr deutlich zeigt: Bei der Digitalisierung des Unterrichts an den weiterführenden Schulen im Altmarkkreis ist noch reichlich Luft nach oben. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Schule in Krisenzeiten nicht direkt erfolgen kann und Lehrer und Schüler über das Internet in Kontakt bleiben müssen. Die Voraussetzungen für das Nutzen digitaler Medien im Schulalltag soll sich demnächst weiter verbessern. Die Schulen erhalten Laptops und Tablets.

Über ein Sonderprogramm zum Digitalpakt Schule hat der Altmarkkreis bereits Anfang September eine entsprechende Vereinbarung mit dem Landes-Bildungsministerium unterzeichnet, informiert Kreissprecherin Birgit Eurich. Das Land hat das Fördergeld anhand der Schülerzahlen verteilt. Dabei spielten auch die Schulformen eine Rolle. Dem Schulträger – also dem Altmarkkreis – stehe es jedoch frei, die Geräte unabhängig davon zuzuordnen.

Klassensatz für jede Schule

Die Kreisverwaltung hat sich dafür entschieden, jeder Schule einen Klassensatz zur Verfügung zu stellen. Das sind 30 Computer und an den Förderschulen aufgrund geringerer Klassenstärke sieben bis zehn. Die Förderschulen für Geistigbehinderte sind außen vor, weil es dort kein Homeschooling (Unterricht zu Hause) mit digitalen Endgeräten gibt, informiert die Kreissprecherin.

Es wurden 706 Notebooks bestellt. Davon sind vor kurzem 656 Geräte geliefert worden. 50 sollen bis 1. Dezember nachgeliefert werden, erklärt sie. Die Tablets werden konfiguriert und die Programme installiert, zudem haben die Mitarbeiter der Kreisverwaltung ein Muster für einen Leihvertrag erarbeitet, der den Schulen zur Verfügung gestellt wird.

1,2 Millionen Euro Fördergeld

Weiteres Fördergeld in Höhe von 1,2 Millionen Euro hat das Landesverwaltungsamt für sechs Schulen aus dem Digitalpakt bewilligt. Es ist für Verkabelung und Tablets oder andere technische Ausrüstung vorgesehen, teilt die Behörde mit.

Wermutstropfen: Von 17 Schulen im Kreis sind aktuell nur 5 Schulen an Glasfaserleitungen angeschlossen, und noch nicht online, berichtet Birgit Eurich.