Salzwedel l Sie sorgen bei Sport-, Kultur- oder Stadtveranstaltungen für die Notfallversorgung vor Ort. Insgesamt 4082 Stunden haben der Sanitätszug, die Wasserwacht und die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Salzwedel 2018 in ihre ehrenamtliche Arbeit gesteckt. Mit dem Gebäude der alten Feuerwache, dem „Haus des Ehrenamtes“, haben diese Männer und Frauen seit 2014 endlich ein Domizil, das ihnen alles bietet, was sie für ihre Tätigkeiten brauchen. Das komplette Objekt wurde seitdem einzig durch Eigeninitiative saniert und umgebaut.

„Zirka 7000 Arbeitsstunden waren es“, schätzt Klaus Gabriel, die etwa 30 Helfer freiwillig an Zeit in die Herrichtung der alten Feuerwache in der Großen St. Ilsenstraße 6 gesteckt haben. Der Kreisbereitschaftsleiter kann mit Stolz auf die Arbeit seiner Kameraden zurückblicken, die neben Arbeit und Familie nicht nur die Zeit fanden, 2018 an 58 Sanitätswachdiensten teilzunehmen, sondern das Objekt in ihrer Freizeit immer weiter zu verschönern.

Der 65-Jährige ist selbst seit 1968 dabei. „Um Abends nach 19 Uhr nochmal herauszukommen“, erklärt er mit einem Schmunzeln seine damalige Motivation, zum DRK zu gehen. Er hat aber gefallen daran gefunden, Menschen zu helfen und blieb bis heute in seinem Ehrenamt tätig.

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Den Fußstapfen des Vaters gefolgt

„Ohne die Unterstützung der Familie geht es aber nicht“, gibt er zu. Während seine Frau im Hintergrund hilft, sind Tochter, Sohn sowie Enkel Mitglieder im Sanitätszug. Alle gingen die zweijährige Ausbildung durch, die man ab 16 absolvieren darf. Diese besteht aus zwei Ausbildungsstufen. Die erste ist ein Erste-Hilfe-Kurs, den auch Führerscheinanwärter absolvieren müssen. Die zweite ist eine Sanitätersausbildung, die sich auf 80 Stunden verteilt. „Das ist die Grundvoraussetzung, dass wir am Patienten arbeiten dürfen“, erklärt Sohn Marcel Gabriel. Für ihn war es selbstverständlich, den Fußstapfen seines Vaters zu folgen. „Man ist da rein gewachsen. Es ist wie in anderen Vereinen, wo die Kinder mitmachen“, sagt er.

Die Familie Gabriel eingerechnet sind es derzeit 17 Mitglieder im Sanitätszug. Für die Arbeit der Wasserwacht, der Rettungshundestaffel und ihre eigene, haben alle Helfer in der alten Feuerwache, aus der ehemaligen Wohnung des Gerätewarts, gemütliche Arbeitsräume geschaffen. Ein Ausbildungsraum für 25 Teilnehmer, der dreimal monatlich genutzt wird, eine Teeküche und Sanitäranlagen mit Duschen gehören dazu. Außerdem besitzt das Gebäude eine ausreichend große Garage für alle Fahrzeuge. Dazu gehören unter anderem drei Krankentransportwagen (KTW) des Typs B – klassische Krankenwagen mit zwei Tragen, ein Zehn-Tonnen-Lkw „Gerätewagen-Sanität“, der auch für den Katastrophenfall mit genügend medizinischer Ausrüstung ausgestattet ist und ein KTW mit vier Tragen für den Notfall.

Mehr Informationen zur Arbeit des DRK gibt es auf www.drk-salzwedel.de oder telefonisch unter der Nummer 03901/86 10.