Salzwedel l Gut Lesen zu können ist eine Grundvoraussetzung, um in den höheren Klassenstufen dem zu Unterricht folgen und Aufgaben zu lösen. Doch nicht alle Kinder kommen mit den erforderlichen Fähigkeiten aus der Grundschule, erklärt Andreas Schmidt, Lehrer an der Salzwedeler Comeniusschule. Sie brauchen Hilfe und Förderung.

Besonders schwer haben es Jungen und Mädchen aus Migrantenfamilien, die oft noch nicht lange in Deutschland sind und die nicht nur Lesen, sondern noch eine Fremdsprache erlernen müssen. Im normalen Unterrichtsgeschehen ist es schwer, diese Kompetenzen neben dem eigentlichen Stoff in den einzelnen Fächern zu erwerben. Dazu sind gesonderte Übungen erforderlich und die übernehmen an der Comeniusschule zum Teil Paten, die den Lehrer unterstützen.

Wichtig: Viel sprechen

Eine von ihnen ist Ruth Weiß, die schon seit drei Jahren regelmäßig in die Sekundarschule kommt. Manchmal bis zu vier Tage in der Woche. „Es ist eine Bereicherung, mit Kindern zu arbeiten“, erzählt sie. Auch wenn es nicht immer einfach ist, möchte sie diese Erfahrung nicht missen. Es sei schön zu erleben, wenn ihre Schützlinge Fortschritte machen und dabei richtig aufblühen. „Wichtig ist, viel zu sprechen“, berichtet sie. Gerade mit den jungen Ausländern, die mit der Sprache noch nicht vertraut sind. Neben Übungen mit Arbeitsblättern oder dem Erarbeiten von Texten, wird gespielt. Ganz ungezwungen und mit Spaß lernen die Schüler bestimmte Begriffe, die mit dem Spiel in Verbindung stehen, Farben oder ganz einfach eine Unterhaltung zu führen.

Bei den Lesepaten, geht es nicht nur ums Lesen, sagt Andreas Schmidt. Wichtig sei in den Klassenstufen 5 bis 8 eine allgemeine Unterstützung beim Lernen und Verstehen. Er hofft, dass sich Paten finden, die Spaß daran haben, mit den Schülern zu arbeiten. An welchen Tagen und wie oft sie in die Schule kommen, können sie entscheiden. Wer Interesse daran hat, kann sich im Sekretariat der Comeniusschule unter Telefon 03901/424472 melden.