Salzwedel l „Sie ist die einzige Drogerie im Zentrum von Salzwedel, die man zu Fuß beziehungsweise mit dem Rollator gut erreichen kann“, schreibt die Salzwedelerin Rosa Rößler und bezieht sich damit auf die bevorstehende Schließung der Rossmann-Filiale in der Neuperverstraße. Gerade die älteren Einwohner der Stadt hätten dann ein Problem. Daher habe sie für den Erhalt der Drogerie Unterschriften unter den Einwohnern gesammelt.

„Salzwedel ist schon länger keine attraktive Stadt mehr“, ärgert sich Rößler: „Es war mal schön, hier zu wohnen. Nun stirbt die Stadt langsam aus!“ Egal mit wem die Salzwedelerin über die Schließung spreche, dass der Standort im Zentrum gehalten werden müsse, sei die einhellige Meinung.

Leerstand im Zentrum

Rosa Rößler könne den Weggang insofern nicht nachvollziehen, als das Salzwedel schon lange mit Leerstand im Zentrum von sich reden mache. Vielmehr wünsche sie sich von Bürgermeisterin Sabine Blümel, dass sich das Stadtoberhaupt für einen Drogerie-Standort im Zentrum einsetze.

„Die Entscheidung von Rossmann, diese Innenstadtfiliale zu schließen, ist bedauerlich“, heißt es dazu aus dem Rathaus: „Grundsätzlich steht die Hansestadt Salzwedel allen Firmen und Unternehmen bei Standortfragen oder Veränderungen hilfreich zur Seite. Doch es sei schlussendlich eine Entscheidung, die von Seiten des Unternehmens getroffen worden sei.

Rossmann selbst hält auf Nachfrage an seinem Plan der Schließung fest und bestätigt diese zum Ende des Jahres 2020. „Hintergrund ist die geringe Verkaufsfläche, die es leider nicht ermöglicht, unser gesamtes Sortiment abzubilden“, erklärt Nadine Leineweber aus dem Sekretariat der Unternehmenskommunikation in Burgwedel kurz und knapp.