Altmark l Und da ist er wieder, dieser Schmerz im Rücken. Nicht selten münden Probleme im Kreuz in eine Krankschreibung. Das zumindest geht aus dem Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten Krankenkasse, kurz DAK, hervor. Denn 24,5 Prozent aller Erkrankungen im Altmarkkreis Salzwedel und Landkreis Stendal fallen auf Probleme mit Muskeln oder Skelett zurück. Stichwort Volkskrankheit Rückenschmerzen. Da bilden die Altmärker keine Ausnahme.

Grundsätzlich ist nach dem DAK-Gesundheitsreport der allgemeine Krankenstand in der Altmark im Jahr 2019 gegenüber dem Landesdurchschnitt leicht erhöht – aber nur um 0,1 Prozent. Den Tiefststand hält übrigens die Landeshauptstadt.

Telefonische Krankschreibung

Interessant dabei ist auch die Entwicklung seit 2019. Denn in den ersten drei Monaten im Jahr 2019 waren die Krankschreibungen in der Altmark höher als 2020. Mit dem April sollte sich das aber deutlich ändern. Denn waren im April 2019 noch 5,5 Prozent der Versicherten erkrankt, waren es ein Jahr später 7,2. Eine mögliche Erklärung des Anstiegs könnte die telefonische Krankschreibung sein, die seit Anfang März im Zuge der Corona-Pandemie ermöglich wurde. Denn auch der AOK-Bundesverband hat eine Steigerung an Krankschreibungen im März und April 2020 festgestellt.

Seit Montag (19. Oktober) ist die Krankschreibung ohne Gang zum Arzt wieder möglich. Vor dem Hintergrund des Coronavirus´ und der im Herbst drohenden Erkältungs- und Grippewelle ist die Sonderregelung wieder eingeführt worden. Diese gilt vorläufig bis zum Jahresende – das hat der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen beschlossen.

Aber zurück zum DAK-Gesundheitsreport für die Altmark. Denn schaut man tiefer in das Zahlenwerk der Krankenkasse, wird klar: Die Altmärker haben Rücken. Nicht nur ein bisschen, sondern mit den besagten 24,5 Prozent stellt die Volkskrankheit auch das Gros aller Erkrankungen in der Region dar. Das bedeutet unterm Strich ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Auf 100 Versicherte in der Altmark kommen dadurch 492 Krankentage: Der Höchstwert.

Explizit geht es um Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden oder auch Knieprobleme.

Treppe steigen statt Fahrstuhl fahren

Dafür sieht es in der Altmark mit Blick auf Erkältung, Bronchitis oder Mandelentzündung besser aus als noch zuvor. „Die Fehlzeiten durch Atemwegserkrankungen im Altmarkkreis Salzwedel und dem Landkreis Stendal bleiben im ersten Halbjahr 2020 trotz der Corona-Krise hinter denen des Grippejahres 2018 zurück“, heißt es von der DAK.

Grundsätzlich könnte an Präventivangeboten der Krankenkasse im Falle von Muskel- und Skelettproblemen teilgenommen werden, erklärt Diana Sode, Leiterin der DAK-Gesundheit in Salzwedel. Zudem rät sie präventiv zu viel Bewegung. „Nehmen sie lieber die Treppe als den Fahrstuhl und treiben Sie Sport.“ Vorbeugend bei Atemwegserkrankungen sei aus Sodes Sicht in jedem Fall der Spaziergang an der frischen Luft. „Der belebt Körper und Geist.“ Zudem sollte sich jeder beim Hausarzt zur Grippeschutzimpfung informieren.