Fleetmark l „Wir freuen uns, dass ihr hier seid und dass wir hier sein dürfen“: Mit diesen Worten begann Pfarrer Dietrich Eichenberg am Sonntag den Ostergottesdienst in der Fleetmarker Dorfkirche.

Dieser war gleichzeitig der Begrüßungsgottesdienst für Maria Buro und Dietrich Eichenberg, die neuen Pfarrer der Gemeinde. Wie der Salzwedeler Superintendent Matthias Heinrich in seiner Begrüßung betonte, werden die beiden Pfarrer die „Vielkirchenstelle“ in Fleetmark gemeinsam jeweils zu 50 Prozent übernehmen.

Zuständig für 22 Orte

Dabei ist nicht etwa eine territoriale Trennung des aus 22 Orten und 4 Kirchspielen (Fleetmark, Jeetze, Mechau, Packebusch) bestehenden Pfarrbereiches beabsichtigt, sondern beide Pfarrer werden Predigten, Taufen, den Unterricht und den Aufbau der Gemeinde gemeinsam mit den Kirchenältesten leiten. Pfarrerin Maria Buro ist jedoch noch bis zum 1. September in Elternzeit.

Sie und auch Dietrich Eichenberg sind in sogenannter Entsendungszeit. Das bedeutet, dass sie nach ihrem ersten und zweiten Examen in den ersten drei Berufsjahren auf einen Pfarrbereich entsendet werden. Nach Ablauf dieser Frist haben sie die Möglichkeit, sich auf diese oder eine andere freie Pfarrstelle zu bewerben.

Echte Sachsen-Anhalter

Beide sind echte Sachsen-Anhalter. Er kommt aus dem Raum Stendal und sie aus dem Bereich Bernburg. Da das Pfarrhaus in Fleetmark zurzeit noch saniert wird, wird das Pfarrer-Duo mit seinen vier Kindern bis zur Fertigstellung der Pfarrwohnung und des Büros in Rademin wohnen und arbeiten.

Nach der Einführung durch Superintendent Matthias Heinrich leiteten beide Pfarrer den Begrüßungsgottesdienst in der vollbesetzten Kirche gemeinsam. Dabei fiel ihre durchaus moderne Form des Gottesdienstes und besonders der Predigt den Besuchern positiv auf, wie man an den zahlreichen guten Worten zur Verabschiedung nach dem Gottesdienst und den kurzen Dankesworten von Pfarrerin i.R. Henriette Schulz entnehmen konnte.

Musik auf der Orgel

Pfarrer Dietrich Eichenberg erzählte in seiner Predigt den Ostergedanken in heutigen, gut verständlichen Worten. „Dass einer auferstanden ist, dies glauben die wenigsten. Jedoch wünschen sich alle, dass sie irgendwie nach dem Tode weiterleben“, betonte der Pfarrer unter anderem. Der Pfarrer sagte jedoch auch, das in der Osterhoffnung, dass Jesus lebt und auferstanden ist, die Menschen zuversichtlich und voller Hoffnung leben könnten. Dietrich Eichenberg versäumte es nicht, seine Predigt nach alter Tradition mit einem Osterwitz zu beenden. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Alexander Prinz an der Orgel.

Nach dem Gottesdienst nutzten viele Besucher die Gelegenheit, persönliche Worte und Ostergrüße an das neue Pfarrerpaar sowie an Superintendenten Matthias Heinrich zu richten.