Salzwedel/Magdeburg l Sie sind jung, stecken voller Kreativität und haben ein Ziel: Filme produzieren. Diesem Plan sind die Magdeburger Studenten Rouven Dietrich (26), Ole Freier (25)und der Salzwedeler Christoph Paul Börner (25) nun ein Stück näher. Am 25. Januar wird ihr Film „Johny Ganja“ im Salzwedeler Filmpalast gezeigt.

„Der Film ist die Bachelorarbeit von Rouven, der seine Arbeit im Rahmen des Studiengangs „Medienbildung – Audiovisuelle Kultur und Kommunikation“, an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, geschrieben hat“, beginnt Paul Börner die Entstehungsgeschichte zu erklären. In diesem Rahmen habe Rouven den Film aus eigener Tasche bezahlt. Es handele sich um einen sogenannten Low-Budget-Film. Sprich: Ein Werk mit sehr geringem finanziellem Budget. „Rouven hat dabei selbst das Drehbuch geschrieben, die Regie geführt, den Hauptprotagonisten gespielt und war bei jedem Schritt der Produktion dabei.“ Paul Börner hingegen habe sich mit Rouven zusammen gesetzt und das Sounddesign, also die akustische Umrahmung übernommen. Zudem schrieb der Salzwedeler die Musik.

Doch worum geht es in dem 42 Minuten lange Streifen? „Inhaltlich handelt der Film von einem Drogendealer, der mit verschiedenen, kritischen Situationen konfrontiert ist. Das Interessante dabei ist, dass das innere Team, von Schulz von Thun, genutzt wird, um einen Einblick in die Gedanken des Protagonisten zu gewinnen“, erläutert Paul Börner. Dabei werde gezeigt, wie die unterschiedlichen, inneren Stimmen mit der jeweiligen Situation umgehen.

Nicht das erste Projekt

Übrigens: Friedemann Schulz von Thun ist ein deutscher Psychologe und Kommunikationswissenschaftler sowie Gründer des Schulz von Thun-Instituts für Kommunikation in Hamburg.

Die Handlung erklärt Paul kurz und knapp: „John ist 22, etwas knapp bei Kasse und schnell geblendet von Oberflächlichkeiten. Zusammen mit seinem Kumpel Anis verkauft er Cannabis, was ihn aber längst nicht reich gemacht hat. Er braucht Geld – viel Geld. Es scheint die perfekte Gelegenheit zu sein, als sein Boss ihm ein zwielichtiges Angebot macht, was ihm verspricht, in der Geschäfts-Hierarchie aufzusteigen, um den Traum von Haus, Frauen und Luxus endlich näher zu kommen. Doch mehr Cash bedeutet mehr Risiko – bedeutet mehr innere Diskussion.“ Mit diesem Film sind Rouven als Produzent, Paul als Filmmusiker und Ole als Kameramann ihrem Traum bedeutend näher gekommen. „In diesem Dreier-Gespann haben wir schon einige Projekte ausgeführt. Da in diesen Film eine Menge Arbeit geflossen ist und wir trotz des großen Stresspegels viel Spaß hatten, wollen wir gerne auch in den Genuss kommen, diesen Film in einem Kino zeigen zu können“, meint Paul Börner.

Filmpalast unterstützt

Die Premiere des Films sei bereits im Kino der Landeshauptstadt über die Leinwände geflimmert. „Jedoch wollte ich ihn auch gern in meiner Heimat zeigen“, so der Salzwedeler, weshalb das Werk auch im Filmpalast der Hansestadt ausgestrahlt wird. Die Verantwortlichen des Filmpalasts seien sofort bereit gewesen, „meinen Traum zu verwirklichen, die eigene Filmmusik in dem Kino meiner Heimat hören zu können“, sagt er der Volksstimme.

Ob der Film gelungen ist, davon können sich die Altmärker am Sonnabend, 25. Januar, um 10.30 Uhr selbst überzeugen.