Salzwedel l Klimaschutz ist nicht nur ein Thema für die Bundespolitik, sondern fängt auf der kommunalen Ebene an. Das meinen die Organisatoren der Fridy for future-Demonstrationen in Salzwedel. Für Bürgermeisterin Sabine Blümel beginnt das für die Hansestadt zunächst mit dem Umrüsten der Beleuchtung in der Hansestadt und den Ortsteilen auf LED-Technik (Leuchtdioden). „Das sind wir dran“, sagt sie auf Anfrage der Volksstimme. Es ist vorgesehen, dies nach komplett umzusetzen.

Vorstellungen

Auf längere Sicht kann sich die Bürgermeisterin auch vorstellen, den Fuhrpark des Bauhofs auf Elektromobilität umzustellen. Begonnen werden könnte mit den kleineren Fahrzeugen, die ausschließlich im Stadtgebiet unterwegs sind. Dafür soll es dann entsprechende Ladesäulen geben. Die Umstellung könne aber erst erfolgen, wenn die alten Fahrzeuge außer Betrieb genommen und durch neue ersetzt werden. Denn die Stadt könne es sich nicht leisten, noch funktionstüchtige Autos zu verschrotten.

Ein Papier mit Plänen, wie die Stadt bestimmte Klimaziele verwirklichen will, gibt es bisher nicht. Das ist allerdings nicht nur in Salzwedel so.

„Eine Klimaschutzstrategie haben wir nicht“, sagt Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher. Allerdings habe die Stadt bereits einiges dahingehend getan. So würden keine Pflanzenschutzmittel und kein Glyphosat eingesetzt, in den städtischen Kindertagesstätten ist eine Initiative gestartet worden, auf Materialien aus Plastik zu verzichten.

Umstellung auf LED

Auch in Gardelegen wird die Straßenbeleuchtung mit Unterstützung von Fördergeld aus einem Bundesprogramm auf LED umgestellt. Begonnen wurde an den innerstädtischen Strecken, die besonders intensiv beleuchtet sind, wie Bundesstraßen. Auch die städtischen Turnhallen sollen die stromsparenden Lampen erhalten. Zudem verfüge die Stadt bereits über ein E-Auto, berichtet die Bürgermeisterin.

Die Salzwedeler Ortsgruppe von Fridays for Future ruft für den 20. September zur größten Klimaschutz-Demonstration in Salzwedel auf. Die Auftaktkundgebung findet am Rathausturmplatz in Salzwedel statt und beginnt um 11.30 Uhr.

Die Akteure tragen aktuell ihre Vorstellungen zusammen, was im kommunalen Bereich passieren müsste, um den Kohlendioxid-Ausstoß weiter zu senken. Als ein Beispiel nannten sie, alle Schulen mit Photovoltaikanlagen auszurüsten und so den erforderlichen Strom mit Sonnenenergie zu erzeugen. Dies sei aber nur eine von vielen weiteren Optionen. Ihre zusammengefassten Vorschläge und Forderungen wollen sie dem Stadtrat übergeben.

Auf die Straße

Sie hoffen, dass sich alle Generationen an dem weltweiten Streik-, Demonstrations- und Aktionstag für die Klimarettung beteiligen. „Wir müssen alle zusammen jetzt auf die Straße gehen, zum Handeln auffordern und selbst handeln“, schreiben sie in einem Aufruf. Inzwischen hat sich ein Aktionsbündnis aus bislang 18 verschiedenen Organisationen, Firmen und Vereinigungen gebildet. Die Teilnehmer haben sich bereits getroffen. Alle signalisierten, die jungen Aktivisten zu unterstützen und bei der Vorbereitung und Organisation der Demo helfen zu wollen.