Salzwedel l Böse Zungen vergleichen das Vorhaben, den so genannten Bundesfeldweg zwischen der B190 und Ritze zur Kreisstraße auszubauen, bereits mit dem Bau des Flughafens Berlin Brandenburg (BER). Nur eben unter anderen Vorzeichen. Sogar Landrat Michael Ziche lässt bei dem Thema inzwischen Galgenhumor walten, indem er kürzlich sagte, er hoffe, die Fertigstellung noch in seiner Amtszeit zu erleben. Bereits 2015 sollte mit dem Projekt begonnen werden. Aber woran liegt es, dass es einfach nicht voran geht?

Die Deutsche Bahn hat ihren Bahnübergang auf der Strecke bereits kreisstraßengerecht ausgebaut. Doch die wenige Meter entfernte Querung der ehemaligen Bahnverbindung Salzwedel-Arendsee ist alt und marode.

Die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE), die für die zurzeit nicht befahrene Strecke zuständig ist, sieht sich dennoch zu Unrecht in der Kritik, an den Verzögerungen Schuld zu sein.

Im April mit Landkreis verständigt

Michael Schrader, Regionalvorsitzender des Deutschen Bahnkundesverbandes Altmark-Wendland und Mitarbeiter der DRE, bezeichnet derartige Aussagen in einem Schreiben an die Volksstimme als „schlichtweg falsch“. Er beruft sich auf das Eisenbahnkreuzungsrecht und die Umwidmung eines nichtöffentlichen Feldwegs in eine öffentliche Kreisstraße. „Entsprechend den gesetzlichen Grundlagen hierfür hat die DRE die Mitwirkung aller Beteiligten eingefordert und sich im April mit dem Landkreis auf die weitere Verfahrensweise verständigt“, teilt er unter anderem mit. DRE-Geschäftsführer Gerhard Curth hatte Ende 2018 in einem Volksstimme-Gespräch erklärt, dass im Januar mit den Planungen für den Bahnübergang begonnen werden soll.

Eine Anfrage an die Keisverwaltung zum Stand der Verhandlungen mit der DRE fällt denkbar knapp aus: „Der Altmarkkreis und die DRE arbeiten zurzeit gemeinsam an einer technischen Lösung für den Ausbau des Bahnübergangs“, teilt Pressesprecherin Birgit Eurich mit. Die Frage zu einem möglichen Baustart für die Straße blieb unbeantwortet.