Arendsee l Großer Bahnhof für den Weihnachtsmann am Arendsee: Im Rauschebartkostüm mit rot-weißem Mantel, Bart und Maske fuhr er im Beiwagen eines Yamaha-Motorrads an der Mutter-Kind-Kurklinik vor. Biker Michael Renzel aus Prezelle hatte den „Alten“ alias Klinikkoch Daniel Apfelstedt chauffiert. Am Ziel wurden beide herzlich von Klinikchefin Marion Danner und den letzten Kurgästen des Jahres zur Bescherung begrüßt-

Rolle des Mannes als Vater und Erzieher verän

„Wir - meine 70 Mitarbeiter und ich – sind ebenso zufrieden mit dem Jahresabschluss wie unsere Gäste“, schätzte Danner ein. Insgesamt hatten 2600 Kurpatienten die medizinischen, therapeutischen und kulturell-sportlichen Angebote des Hauses genutzt. Über 1000 Mütter und Väter – 41 in zwei Durchgängen – und 1600 Kinder wurden betreut. Dabei stehen die Gesundheit, Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS), Übergewicht und viele andere Beeinträchtigungen von Körper und Seele im Mittelpunkt der Behandlungen und Therapien. Seminare zur Ernährung, Stressbewältigung und Erziehung gehören ebenso zum Programm wie psychologische Beratung, Sportangebote, Stärkung des Gruppengefühls und der Austausch von Mann zu Mann. „Die Rolle des Mannes als Vater und Erzieher verändert sich spürbar“, meinte Marion Danner. Das sei sehr begrüßenswert. Darauf habe sich die Klinik seit 2012 mit den Vater-Kind-Kuren eingestellt.

Neu gebe es 2019 die bundesweit einzige Teenie-Kur. „Denn das Aufeinandertreffen von ADHS und Pubertät stellt alle Betroffenen vor neue Herausforderungen.“

Renovierung steht an

Wenn auch die letzten 34 Kinder, 15 Väter und 8 Mütter nach der Weihnachtsfeier abgereist sind, ist für dieses Jahr Schluss für das Klinikteam. „Wir schließen bis 2. Januar“, so Danner. Dann sei Zeit zum Renovieren der Zimmer und die Sanierung von acht Appartementsbädern. „Für 2019 liegen schon fast alle Buchungen vor - das ist ein gutes Gefühl im 23. Jahr unseres Bestehens“, betonte sie. Am 18. Mai sei Tag der offenen Tür.