Diesdorf l Nils Leitloff aus Abbendorf hatte die Idee für die neue DLRG-Ortsgruppe. Über diese erzählte er im Freundeskreis – und stieß auf Interesse und Unterstützung. Am 14. Oktober 2018 wurde die Gruppe gegründet. „Damals waren wir 7 Mitglieder, heute sind wir 14“, sagt der Vorsitzende Steffen Schulz aus Höddelsen. Unterstützung habe es sofort von der Gemeinde und auch von Bürgermeister Fritz Kloß gegeben: Er habe Räume im Rathaus zur Verfügung gestellt, in denen sich die DLRG-Mitglieder treffen könnten.

Den großen Versammlungsraum dürfen sie auch für Fortbildungen nutzen. Die Ausbildung zum Sanitätshelfer haben die meisten schon in der Tasche. Jetzt sind einige auch schon Sanitäter, haben am Sonntag den 48 Stunden umfassenden Kurs erfolgreich beendet. Ausbilder aus Leinefelde-Worbis haben die Mitglieder der Diesdorfer und der Hettstedter DLRG-Ortsgruppe geschult. „Wir kooperieren, wenn es um Fortbildung geht. Aber es ist auch prima, dass wir Gastgeber sein dürfen und nicht weit fahren müssen“, merkt Steffen Schulz an. Wichtig sei es, gut ausgebildet zu sein, um in die erste Saison starten zu können. Übrigens machte die Sparkasse Altmark West die Ausbildung möglich: Sie spendierte 500 Euro für die Gastgeber.

Aquagymnastik und Seepferdchen

Die jungen Leute wollen im Erlebnisbad Diesdorf unterstützen. Sie haben vor, dort Aquasport und -gymnastik anzubieten, aber auch Kindern die Möglichkeit zu geben, das Schwimmen zu lernen und die Prüfung zum Seepferdchen abzulegen. Anmeldungen seien ab Mai per E-Mail unter info@diesdorf.dlrg.de möglich, sagt Nils Leitloff.

„Wir haben auch eine Anfrage von der Bürgermeisterin aus Apenburg-Winterfeld, ob wir im dortigen Freibad helfen können. Da sind wir im Gespräch“, fügt Steffen Schulz hinzu.

Auf Spenden angewiesen

Darüber hinaus wollen die Mitglieder bei Großveranstaltungen mit dabei sein, um im medizinischen Notfall als Ersthelfer zu unterstützen, nennt er ein weiteres Vorhaben. Der Einsatz binnen weniger Minuten könne bei einem Herzstillstand lebenserhaltend sein. Diese ehrenamtliche Menschenrettung in der Region Diesdorf, sozusagen als Vorhut des Rettungsdienstes, können sich die DLRG-Mitglieder auch dauerhaft vorstellen. „In anderen Bundesländern wird das Projekt ,First Responder‘ genannt. Dahinter verbirgt sich, dass Ehrenamtliche so wie wir im Notfall parallel alarmiert werden und Erste Hilfe leisten“, beschreibt Steffen Schulz. Entsprechende Ausrüstung gebe es bereits dank Sponsoren, aber noch keine Genehmigung.

Überhaupt: Die Ortsgruppe hat keine Geldgeber im Rücken, sondern ist auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Interessenten, die nicht nur die Arbeit unterstützen, sondern auch aktiv mitmachen wollen, sind herzlich willkommen. Der Kontakt kann per Mail oder Facebook aufgenommen werden.