Salzwedel l Schwertransporte haben am Dienstag (25. August) die ersten Container am Mehrgenerationenhaus (MGH) angeliefert, die ab Donnerstag die Unterrichtsräume der Perver-Grundschule ersetzen sollen. Das Schulgebäude im Perver wird gerade grundlegend saniert, deshalb muss die Schule umziehen. Mindestens bis zu den Weihnachtsferien sollen die Bauarbeiten andauern.

Die Zeit war knapp bemessen, um aus dem heruntergekommenen MGH-Gebäude so etwas wie eine Grundschule entstehen zu lassen. Der Plan der Stadtverwaltung ist es, Lehrerzimmer und Klassenräume im Gebäudeinneren, und in den Containern mit Platz für 184 Kinder zu schaffen. „Sagen wir mal so“, sagt Schulleiterin Angela Ritter-Hundt und steckt ihren Kopf aus dem Fenster eines der frisch renovierten Räume im Erdgeschoss des östlichen Gebäudeflügels: „Die Handwerker geben sich alle Mühe.“

Bauarbeiten laufen

Die Worte der Schulleiterin sind nur schwer zu verstehen, denn im Hintergrund kreischen Trennscheiben, Arbeiter sind unablässig damit beschäftigt, Zementsäcke und Schulbänke hin- und herzutragen und eben geputzte Gänge gleichen nach fünf Minuten wieder den Trampelpfaden in eine Kiesgrube. „Es wird spannend“, sagt Ritter-Hundt, die am Freitag „für alle Fälle“ einen Projekttag geplant hat. Titel: „Wir lernen unsere Schule kennen.“

Die Stadtverwaltung ist optimistisch, dass alles klappt. Die erforderlichen Räume für den Schulbtrieb seien hergerichtet und könnten genutzt werden. Die Ankunft der Container habe sich aufgrund von Lieferschwierigkeiten verzögert. „Für den Schulstart der 1. Klassen am Montag stehen diese Räumlichkeiten dann ebenfalls zur Verfügung“, informierte Kirsten Schwerin.

MGH-Gebäude wird fit gemacht

Ende Juni ist der Plan, die Grundschüler im Haus an der Sonnenstraße und in den Containern unterzubringen, erstmals öffentlich vorgestellt worden. Ursprünglich waren Gebäude und Gelände der ehemaligen Jeetzesanierungs-Gesellschaft dafür vorgesehen.

Mit der Teilsanierung des Gebäudes will die Stadt auch das Problem mit der Unterbringung des MGH und des Jugendtreffs lösen. Sie sollen vom maroden westlichen in den instandgesetzten östlichen Teil umziehen. Zuvor werden aber noch die Lessingschüler während des Umbaus ihrer Schule dort unterrichtet.

Während der Sitzung des städtischen Marketingausschusses am Dienstagabend (25. August) räumte Bürgermeisterin Sabine Blümel ein, dass es mit dem Schulstart für die Perverschule eng werden könnte.