Salzwedel l Die sinkenden Einwohnerzahlen im Versorgungsgebiet des Verbandes Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) Salzwedel wirken sich auch auf den Trinkwasserverkauf aus. „Wir haben 2017 ein Minus von 2,92 Prozent an Einwohnern und insgesamt 7600 Kubikmeter Trinkwasser weniger verkauft als im Jahr davor“, fasste VKWA-Geschäftsführer Jens Schütte während der jüngsten Verbandsversammlung zusammen.

Lediglich durch die gewerblichen Kunden sei das Minus beim Trinkwasserverkauf nicht höher geworden. Jeder Einwohner auf dem Verbandsgebiet habe 2017 115 Liter Trinkwasser pro Tag verbraucht, erklärte Jens Schütte.

Bessere Zahlungsmoral

Der Netzverlust konnte im Vorjahr weiter gesenkt werden und liegt bei 14,42 Prozent der eingespeisten Wassermenge. „Die Netzverluste sinken kontinuierlich. Für den ländlichen Raum ist ein Wert von unter 15 Prozent wenig“, sagte der VKWA-Geschäftsführer. Zum 31. Dezember 2017 hatte der Wasserverband 43,972 Millionen Euro an Krediten, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1190 Euro gleichkommt. Die liquiden Mittel belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

Erfreut zeigte sich Jens Schütte mit dem Stand der offenen Forderungen gegenüber den Kunden. Die Summe von insgesamt 134.589 Euro bedeuten den niedrigsten Stand seit 17 Jahren. „Schaut man sich den Stand von 2001 an, wo es fast drei Millionen Euro an offenen Forderungen waren, ist das eine hervorragende Leistung“, lobte Norbert Hundt, der die Verbandsversammlung in Abwesenheit der erkrankten Salzwedeler Bürgermeisterin Sabine Blümel leitete.

In Sachen schwimmende Photovoltaikanlage auf dem Gerstedter Trinkwasserspeicher gebe es keine Neuigkeiten. „Der Investor möchte ab August mit dem Bau beginnen. Aber noch hat er keine Baugenehmigung erhalten“, informierte Jens Schütte.