Salzwedel l „Du bist keine Schönheit“ – was Herbert Grönemeyer über seine Heimatstadt Bochum singt, gilt sicherlich auch für die Altperverstraße in Salzwedel. Die einstige Einkaufsmeile hat ihren Glanz schon vor Jahren verloren. Geschäfte gibt es nur noch eine Handvoll, Straßenbelag, Entwässerung und Gehwege sind marode und müssen dringend saniert werden.

Das hat auch die Stadtverwaltung erkannt und möchte die Straße noch 2018 grundhaft ausbauen lassen. Allerdings lediglich den unteren Teil von der Kreuzung Chüdenwall bis zum Kreisverkehr an der Brückenstraße. 900 000 Euro sind dafür im städtischen Haushaltsentwurf für 2018 eingeplant. 427.500 Euro sollen über Fördermittel finanziert werden, als Anliegerbeiträge sind nochmal 237.500 Euro zur Finanzierung der Bauarbeiten vorgesehen.

Fördermittel erst 2019

Die Planungen für die Sanierung laufen bereits, auch der Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) Salzwedel hat Mittel für den Ausbau des Trink- und Abwassernetzes in den Wirtschaftsplan für dieses Jahr eingeplant. Nachdem der Stadtrat den Etat für 2018 beschlossen hat, kann die Verwaltung mit den ersten Vergaben für die Bauarbeiten beginnen. Wann genau der Baustart erfolgen wird, ist bisher nicht bekannt.

Ein Jahr länger als bisher angenommen, müssen die Anlieger des Südbockhorns auf die Sanierung der Straße warten. Eigentlich sollten dort die Arbeiten ebenfalls 2018 beginnen. Der Etat-Entwurf für 2018 sieht allerdings nur rund 35.000 Euro für die Planungsleistungen vor. 2019 sind dann 1,465 Millionen Euro für das Vorhaben eingeplant. 645.700 Euro sollen an Fördermitteln vom Land fließen, 366.000 Euro tragen die Anlieger über ihre Ausbaubeiträge. „Dass die Sanierung des Südbockhorns um ein Jahr verschoben wird, hängt mit der Bewilligung des kommunalen Anteils des Fördermittelgebers zusammen“, erklärte Andreas Köhler, in der Verwaltung zuständiger Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit. Heißt: Fördermittel für den Ausbau gibt es erst 2019.

Burgstraße ebenfalls Teil der Planung

Auch für den südlichen Abschnitt der Burgstraße sind Arbeiten vorgesehen. Bis 2020 sind mehr als 400.000 Euro für das Vorhaben eingeplant. 2020 könnten laut Haushaltsentwurf dann die Verlängerung der Straßen Am Roten Turm (430.000 Euro) sowie die Lönstraße von der Kreuzung Schillerstraße bis zur Ecke Tuchmacherstraße an der Reihe sein.

2021 steht die Chüdenstraße ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Verwaltung rechnet derzeit mit Kosten von rund 190.000 Euro inklusive Planungsleistungen. Die Erweiterung des Brietzer Mühlenweges soll mit rund 140.000 Euro zu Buche schlagen und ebenfalls im Jahre 2021 realisiert werden. 2017 waren bereits die Große Pagenstraße und die Wollweberstraße saniert worden.