Arendsee l Waldbrandwarnstufe 5 und Feuerwerk - wie passt das zusammen? Das fragte sich am Wochenende René Sander als besorgter Arendseer Dauercamper und beschwerte sich in Form eines Leserbiefs bei der Volksstimme und im Ordnungsamt der Einheitsgemeinde. Die vielen Brände bei der andauernden Hitze und Trockenheit in der Altmark belegten die derzeitige Gefahr, mahnte er.

Dort lag das Schreiben gestern noch nicht vor. Aber Annette Wolter vom Ordnungsamt erklärte, dass die Luftkurort Arendsee GmbH als Veranstalter des Sommerfestes im Strandbad und der beauftragte Feuerwerker das Event ordnungsgemäß angezeigt hätten. Das bestätigte auch Hauptamtsleiterin Anja Schrader.

Funkenflug zum Land unmöglich

Und Sonja Nowak von der Geschäftsführung der GmbH versicherte, dass das Feuerwerk als Höhepunkt des gut besuchten Sommerfestes am Strand von der Seetribüne aus mitten im Wasser Richtung See abgeschossen worden sei, so dass ein Funkenflug zum Land hin unmöglich sei. Es habe keine konkrete Gefahr bestanden.

Das schätzten auch Wolter und Schrader so ein. Sie machten aber auch klar, dass im Zuge der Sicherheit der Bevölkerung und angesichts der Wetterlage ein nächstes Feuerwerk nur nach Rücksprache stattfinden könne. Geplant ist das nächste zum Lichterfest am 13./14. Juli an der Bleiche.

In Sachen Gefährdung der brütenden Wasservögel und der Fledermäuse in dem Natura 2000-Schutzgebiet am See, die der Camper befürchtet, ist das Umweltamt im Altmarkkreis Salzwedel zuständig. Die Volksstimme fragte dort nach.

Bis Redaktionsschluss war jedoch noch keine Auskunft zu den Problemen von Kreispressesprecherin Amanda Hasenfusz möglich. Die Sachlage werde in den Ämtern noch geprüft, hieß es.