Henningen l Die Henninger haben es schon verinnerlicht, für Menschen, die seltener durch den Ort fahren, kommt es noch unerwartet: Die Vorfahrtsregelung in Henningen ist geändert worden.

Den Antrag habe die Landesstraßenbaubehörde gestellt, teilte Birgit Eurich von der Pressestelle des Altmarkkreises Salzwedel auf Nachfrage der Volksstimme mit. Zuvor habe es eine Zählung an diesem Knotenpunkt gegeben. Dieser habe ergeben, dass auf der Landesstraße 6, die von Langenapel über Henningen weiter in Richtung Groß Grabenstedt führe, deutlich mehr Fahrzeuge unterwegs seien als auf der zuvor ausgewiesenen Hauptstraße in abknickender Form, die aus Richtung Osterwohle durch den Ort in Richtung Langenapel führte.

Verkehr wurde gezählt

Eine abknickende Vorfahrt sei nur nach der Verwaltungsvorschrift der Straßenverkehrsordnung zu genehmigen, wenn „der Fahrzeugverkehr in dieser Richtung erheblich stärker ist als in der Geradeaus-Richtung“, teilte Birgit Eurich mit. Aus diesem Grund habe sich eine Änderung erforderlich gemacht.

Die amtliche Klassifizierung der Straßen, sprich dafür Bund, Land, Kreis oder Kommune zuständig sind, sei allein kein Grund, um eine Hauptstraße festzulegen.

Polizei an Entscheidung beteiligt

Bevor solch eine Änderung umgesetzt werde, müssten Straßenbaulastträger und Polizei mit ins Boot geholt werden. Denn dann gehe es um vorbereitende Gespräche bezüglich des Aufstellens notwendiger Verkehrszeichen sowie darüber hinaus führender Verkehrseinrichtungen, wie beispielsweise in Henningen das große Schild, das Durchreisenden großflächig die geänderte Vorfahrt signalisiert.

Das Überarbeiten der Vorfahrtsregelungen sei ein dynamischer Prozess. Die Kreissprecherin verweist darauf, dass beispielsweise seit Mai 2018 auch am Bahnübergang Klein Grabenstedt, im Knotenpunkt der Landesstraße 6/Kreisstraße 1378, die Hauptstraßenführung geändert ist.