Müllentsorgung

Wieder Ärger mit den gelben Säcken in Salzwedel

Beim Thema gelbe Säcke rumort es im Altmarkkreis. Dieses Mal in der Schmiedestraße von Salzwedel, die dem Entsorger zum Abholen des Plastikmülls zu eng sei.

Von Antje Mewes
Parkende Autos in der Schmiedestraße und den anderen Gassen rund um die  Marienkirche sind Stein des Anstoßes.
Parkende Autos in der Schmiedestraße und den anderen Gassen rund um die Marienkirche sind Stein des Anstoßes. Foto: Nayra Fandrich

Salzwedel - Das Abholen, besser gesagt das Nichtabholen der gelben Säcke ist in der Hansestadt und im gesamten Altmarkkreis seit Anfang des Jahres ein nicht enden wollendes Reizthema. So rief am Montag Heidrun Kleborn bei der Volksstimme an. Sie wohnt an der Salzwedeler Schmiedestraße. Aufgebracht berichtete sie, dass die seit 1. Januar mit der Abfuhr des Leichtgutes beauftragte Firma aus Fahrsleben am Sonnabend die gelben Säcke in den schmalen Straßen rund um die Marienkirche nicht entsorgt habe.

Ein Anruf beim Recyclinghof trug nicht dazu bei, dass sich die Salzwedelerin wieder beruhigt hat. Im Gegenteil. „Der Mitarbeiter am Telefon ist mir dumm gekommen“, erzählt sie. Allerdings sei sie vorher auch baff über die Begründung gewesen, warum die Firma die Säcke nicht mitgenommen hat. „An den Straßen parken am Sonnabend Autos, deshalb ist das Müllfahrzeug nicht durchgekommen“, habe er gesagt. Eine Aussage, die Heidrun Kleborn nicht stehen lassen konnte. Denn bisher erfolgte die Abfuhr freitags. „Da stehen genauso viele Autos an den Straßen, und trotzdem hat alles geklappt“, erklärt sie.

Idyllische Gassen prägen das Stadtbild

Zudem könne sie nicht verstehen, dass Restmüll und Papier zuverlässig abgefahren würden. „Sogar das große Fahrzeug, mit dem die Biotonnen entleert werden, kommt überall durch“, betont sie. Was sie an der Sache besonders wurmt: Gerade in den idyllischen Gassen rund um die Marienkirche seien viele Touristen unterwegs. Wenn dort die gelben Säcke rumlägen, biete das ein beschämendes Bild. Zumal sie oft vom Wind weitergetragen oder von Tiere aufgerissen würden. Die meisten Anwohner hätten gehandelt und alles wieder reingeholt.

Immerhin habe sie beim unerfreulichen Gespräch mit dem Mitarbeiter erfahren, dass künftig in dem Bereich immer dienstags das Leichtgut abgeholt werden soll. Dann sei Stadtreinigung und es gelte für diese Zeit Halteverbot. Daran wolle sich der Recyclinghof orientieren und dann die Säcke entsorgen. Erstmals sei das nach ihren Erkenntnissen am 15. Juni der Fall. Sie hoffe, das der Termin in der Abfall-App erscheine und anderweitig bekanntgegeben werde.

Mit dem vom Dualen System Deutschland beauftragten Unternehmen gibt es seit längerem Ärger hinsichtlich des Befahrens unzugänglicher oder gesperrter Straßen und Sackgassen. Der Geschäftsführer hatte auf Anfrage der Volksstimme dazu betont, sich an gesetzliche Vorschriften und die Vorgaben der Berufsgenossenschaft zu halten.