Salzwedel l Auf dem Parkplatz der Berufsbildenden Schulen (BbS) in Salzwedel standen sie aufgereiht, die riesigen Schlepper. Wie in den Vorjahren, hatten einige der Auszubildenden nicht auf dieses Statussymbol verzichtet. Denn nach dem Abschluss der praktischen Prüfungen werden die meisten von ihnen täglich Umgang mit den modernen Maschinen haben. Und die Ausbildungsbetriebe waren gern bereit, den Traktorkorso zur letzten Fahrt in die Berufsschule zu unterstützen.

Mit den Zeugnissen, die die Leistungen der jungen Leute in der Theorie bescheinigen, ist der erste Teil geschafft. In den kommenden Wochen sind noch einige Tests in der Praxis zu absolvieren, ehe die Berufsausbildung zum Landwirt beendet ist. Für einige der 66 jungen Männer und Frauen aus dem Norden Sachsen-Anhalts, stehen weiterführende Qualifikationen oder ein Studium auf dem Plan. Sieben von ihnen haben während der Ausbildung die Fachhochschulreife erlangt, darunter zwei künftige Fachelektroniker. Zudem gab es in dem Jahrgang mehr Abiturienten als in den Vorjahren, berichtet Koordinatorin Sigrun Pawelzik. Darauf führt sie den mit 14 relativ hohen Anteil junger Frauen zurück, die sich die eher von Männern geprägte Ausbildung ausgesucht haben.

Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Auf jeden Fall haben alle gute Chancen, einen Job zu bekommen, denn wie in den meisten anderen Branchen, sind auch in der Landwirtschaft Fachkräfte Mangelware. Und als solche dürfen sie nach dem Abschluss ihrer Ausbildung bezeichnen. „Sie haben sich eine solide Basis geschaffen“, lobte die amtierende Leiterin der BbS, Annerose Rohde. Die Lehrzeit habe zudem die Persönlichkeiten der Auszubildenden mit geprägt, sagte sie.

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Welchen Weg die Berufsneulinge einschlagen, ermittelt das Landesverwaltungsamt mit einer sogenannten Verbleibestudie. Gestern waren aber erst einmal gute Stimmung und Feiern angesagt. Und die scheidenden Schüler versäumten es nicht, ihren Lehrern mit Geschenken und Blumen zu danken.