Schönebeck l Jetzt kann es losgehen mit der Ratsarbeit. Am Mittwochabend ist im Rathaus der Vorstand des Kinder- und Jugendbeirates gewählt worden. Zur Vorstandswahl waren sieben Gründungsmitglieder des neuen Rates gekommen. Als Wahlleiterin fungierte Petra Pöschke vom Schulamt der Stadt. Die Sitzung begann mit dem Verlesen der Geschäftsordnung und der Abstimmung über das Papier.

„Das ist toll, dass wir das jetzt haben.“

Petra Mai

Für den 1. Vorsitz gab es mit Paula Mai nur einen Vorschlag. Die 23-Jährige ist ohne Gegenstimmen für den Vorsitz gewählt worden. Ehrenamtlich ist sie seit Jahren in der Schönebecker freiwilligen Feuerwehr aktiv und dort inzwischen als Jugendwart eingesetzt. Zu ihren Schulzeiten engagierte sie sich im Landesschülerrat. Sie arbeitet bei der Deutschen Post. Die Idee und die Etablierung eines Kinder- und Jugendbeirates begrüßt sie ausdrücklich. „Das ist toll, dass wir das jetzt in unserer Stadt haben.“

Bei der Wahl zu ihrem Stellverteter konnte sich Daniel Eder durchsetzen. Der 17-Jährige besucht das Schönebecker Carl-Hermann-Gymnasium. Seit zwei Jahren arbeitet er ehrenamtlich im Verein Rückenwind mit. „Die Themen, die dort eine Rolle spielen, möchte ich in die Politik tragen“, sagte er zu seiner Motivation.

„Die Arbeit wird jetzt in eure Hände gelegt“, stellte nach der Wahl Petra Pöschke klar. Die stellvertretende Oberbürgermeisterin Gisela Schröder sagte zu, Hilfe und Unterstützung anzubieten.

Laut der Geschäftsordnung soll der Beirat

- zur politischen Aufklärung der Kinder und Jugendlichen beitragen

- den Kontakt mit Kindern und Jugendlichen suchen

- ein besseres Verständnis unter Menschen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Konfessionen fördern

Für den Beirat relevante Themen können und sollen in den Stadtrat hineingetragen werden. Vertreter des Beirates bekommen auf Antrag Rederecht im Stadtrat. Unterstützend wirkt der Verein Rückenwind. Die Zusammensetzung des Gremiums erfolgte nach Vorschlägen von Trägern wie Feuerwehren, Sportvereinen und Schulen. Es bestand auch die Möglichkeit der eigenen Bewerbung. Mitarbeiten können in dem Gremium bis zu 20 Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 27 Jahren. Die Idee zum Einrichten eines Kinder- und Jugendbeirates war über die SPD-Stadtratsfraktion gekommen. Vorbild ist der Stadtseniorenrat, der sich seit 20 Jahren für die Belange der älteren Schönebecker einsetzt.