Jugendwahl

CDU in Schönebeck die größte Kraft

Wenn es nach den Schülern geht, sind christdemokratische Themen bei der Landtagswahl besonders wichtig. Das Ergebnis der Jugendwahl überrascht.

Von Sebastian Rose 30.05.2021, 13:45 • Aktualisiert: 30.05.2021, 13:51
Paula-Isabella Winterfeldt und Ellen Gehlich zählen die Stimmen der U-18-Wahl in Schönebeck aus.
Paula-Isabella Winterfeldt und Ellen Gehlich zählen die Stimmen der U-18-Wahl in Schönebeck aus. Foto: Sebastian Rose

Schönebeck - Wer hätte das gedacht? In der diesjährigen U-18-Wahl in Schönebeck sind die Christdemokraten mit Abstand die größte Kraft geworden. Die U-18-Wahl soll die Landtagswahl widerspiegeln.

Teilgenommen haben aus Schönebeck 184 Wähler. Insgesamt 39 Stimmen fielen auf die CDU ab. Darunter liegen Die Linke mit 26 Stimmen, mit jeweils 20 Stimmen AfD und Grüne und mit 19 Stimmen die FDP.

Wiederum weniger Stimmen erhielten die SPD mit zwölf Stimmen und mit jeweils acht Stimmen verschiedene Tierschutzparteien. Sogar die Satirepartei „Die Partei“ erhielt sieben Stimmen. Nur jeweils unter sieben Stimmen sind viele andere kleinere Parteien wie unter anderem die Freien Wähler und die Piratenpartei.

Fünf Standorte

An fünf Standorten wurde gewählt: Mitgemacht hat die Förderschule Pestalozzi, Das Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium, die Sekundarschule Maxim-Gorki und in den Jugendclubs Piranha, Future und Young Generation.

„In diesem Jahr war es nicht so einfach, viele Kinder mit der Wahl zu erreichen“, erklärt Andrea Sommer während der Auszählung in den Räumen vom Verein Rückenwind in der Welsleber Straße in Schönebeck. Sommer koordinierte in diesem Jahr die fiktive Landtagswahl der unter 18-Jährigen. „Durch Corona war es ja für die Schulen selbst schwer, regelmäßigen Unterricht anzubieten. Durch die verschiedenen Präsenzunterrichts-Modelle war es nicht einfach, die Schüler auch im großen Maße über die Wahl zu informieren“, erklärt Andrea Sommer weiter.

Schwer zu gestalten

Denn an vielen Schulen wird die Wahl begleitend im Unterricht behandelt. Wenn aber der Präsenzunterricht wegfällt, ist eine lebhafte Diskussion im Vorfeld natürlich schwer zu gestalten.

Im ganzen Land Sachsen-Anhalt haben laut der Landeszentrale für politische Bildung rund 18000 Schüler an der U-18-Wahl teilgenommen.

„Mit der interaktiven Vorbereitung und Durchführung der Juniorwahl, einschließlich Stimmabgabe werden die Jugendlichen ganz praktisch mit demokratischen Spielregeln vertraut gemacht“, betont die Schirmherrin der Juniorwahl 2021, Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch in einer Pressemitteilung.

„Gestalten, mitreden, entscheiden – auf all das bereitet die Juniorwahl vor“, so Bildungsminister Marco Tullner in der Mittelung am Ende.