Impfzentrum

Corona: Was passiert in Schönebeck, wenn Impfstoff übrig bleibt? Bert Knoblauch (CDU) beantwortet Fragen

Von Andre Schneider
Medizinstudent Moritz Müller (von links) impft Michael Iffert. Petra Grimm-Benne (Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Sachsen-Anhalt) und Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) schauten am 29.04.21 zu. Archivfoto: Andre Schneider

Schönebeck

Das Thema bewegt die Politik. Wie steht es in Schönebeck um die aktuelle Impfsituation? Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) nahm bei der Sitzung des Hauptausschusses ausführlich dazu Stellung. Angeregt wurde das Thema von Thoralf Winkler (Grüne/Bunte Fraktion).

Winkler hatte erfahren, dass in Schönebeck bereits Menschen der so genannten Prioritätsgruppe drei ihre Immunisierung gegen das Coronavirus erhalten würden. „Wie wird eigentlich mit überzähligen Dosen umgegangen?“, fragte Winkler an. Oberbürgermeister Bert Knoblauch hatte gerade einige Tage zuvor dem Impfzentrum einen Besuch abgestattet. Sachsen-Anhalts Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Petra Grimm-Benne (SPD) hatte sich angekündigt. Sie informierte sich ebenfalls umfassend (Volksstimme berichtete).

Ministerin besucht Impfzentrum

„In der letzten Woche ist es durchaus vorgekommen, dass abends noch Impfstoff übrig ist“, sagte Knoblauch. Während des Termins berichtete Ordnungsamtsleiterin Janine Zug, so gab Knoblauch wieder, dass man „Leute von der Straße abgefangen“ habe. Dies würde natürlich als allerletztes Mittel genutzt. Vorab werden im Impfzentrum alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Impfreihenfolge so gut wie möglich auszunutzen. Aber, manchmal gibt es eben die Gründe, warum Impfberechtigte ihren Termin plötzlich nicht wahrnehmen können.

„Bei einem Fall ist der Patient nach dem Aufklärungsgespräch von seiner Impfung zurückgetreten“, berichtete Knoblauch. Wie es in den nächsten Wochen dort weitergehen könne, hängt allerdings von anderen Faktoren ab.

„Wir sind davon abhängig, wie viel Impfstoff wir vom Salzlandkreis bekommen“, sagte der Oberbürgermeister. Über die anstehenden Feiertage würde jedenfalls das Impfen im Schönebecker Zentrum weiter fortgesetzt.

Zumindest an der Bereitschaft der Bevölkerung sollte die Auslastung des Impfzentrums nicht liegen. „Die Impfbereitschaft der Leute ist sehr hoch“, bestätigte Mediziner Dr. Robin John bei dem Termin mit der Ministerin. In der Hausarztpraxis würde man aktiv auf die Leute zugehen und sie anrufen. Allerdings würde in den Praxen noch vornehmlich die Gruppe der „Prio-2-Patienten“ geimpft. Das könnte sich bald ändern. „Es wurde durchaus in Aussicht gestellt, dass die Prioritätengruppen fallen“, sagte Bert Knoblauch im Hauptausschuss. Schönebeck jedenfalls ist auch für diesen Fall mit seiner Impfstrategie gerüstet.

Impfpause

Vom 10. bis 21. Mai setzt die Impfstation in Schönebeck aus organisatorischen Gründen mit dem Impfen aus. Ab dem Pfingstwochenende wird das Impfen mit den geplanten Zweitimpfungen weitergeführt. Freie Impftermine sind unter https://bernburg-saale.dlrg.de/kursangebot/anmeldung/kursangebot buchbar.