Bernburg l Auch über die Weihnachtsfeiertage haben sich im Salzlandkreis wieder Menschen mit dem Coronavirus infiziert beziehungsweise wurde die Infektion in dieser Zeit festgestellt. So meldete der Salzlandkreis über sein Dashboard am ersten Weihnachtstag insgesamt 87 Neuinfektionen. Zuletzt hatte es 61 Neuinfektionen und vier Todesfälle in Verbindung mit dem Virus gegeben, die am 23. Dezember vermeldet wurden.

Die meisten der 87 festgestellten Neuinfektionen sind mit 28 Fällen in der Stadt Aschersleben aufgetreten. In Bernburg gab es den Informationen der Kreisverwaltung zufolge 24 weitere Coronafälle. In Staßfurt wurden sieben Neuinfektionen gemeldet, in Schönebeck sind es vier. Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus wurden am ersten Weihnachtstag keine gemeldet.

Inzidenzwert steigt weiter

Lag der Inzidenzwert am 23. Dezember noch bei 221,02 - und somit bereits mehrere Tage in Folge über der kritischen Marke von 200 - so stieg dieser am ersten Weihnachtstag durch die knapp 90 Neuinfektionen auf mittlerweile 243,75 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Ab einem Inzidenzwert von 200 kann der Kreis beispielsweise Ausgangssperren verhängen. Das ist im Salzlandkreis allerdings bislang nicht der Fall. Vielmehr hatte Landrat Markus Bauer (SPD) anlässlich der Weihnachtstage zum wiederholten Mal dazu aufgerufen, Kontakte zu minimieren, Abstand zu halten, sämtliche Hygienevorgaben zu beachten und natürlich Maske zu tragen.

Ausgangssperren als letztes Mittel

Zu möglichen weiteren Maßnahmen sagt er: "Wenn wir nicht schnellstens die Umkehr schaffen, bin ich als Landrat gezwungen zu neuen Entscheidungen und noch einschneidenderen Maßnahmen. Ultima Ratio wären Ausgangssperren, wie sie andernorts schon verhängt wurden. Davon will ich bis zuletzt zwar absehen, aber sie wären erforderlich."