Schönebeck/Barby l Der Pegelstand ist derzeit so niedrig, dass an der Messstation des Ortes Barby die Anzeige an der Treppe bis in den Fluss freiliegt. Das teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg mit. Für die nächsten Tage sagt die Behörde eine weitere Verschärfung der Lage voraus. Bis Sonntag soll der Wasserstand bei Barby um nochmals 5 Zentimeter fallen. Sollte es so kommen, dann wird es eng für Peter Thiel und seine Gierseilfähre.

Schon jetzt muss der Fährmann mit einem Brecheisen nachhelfen, um von Land ablegen zu können. „Wir können derzeit nicht genug laden, sind diesbezüglich eingeschränkt" so Thiel. Er schätzt, dass der Pegel maximal noch 10 Zentimeter fallen darf, dann wäre Schluß und der Fährverkehr zwischen Barby und Zerbst müsste eingestellt werden. 

Niedriger Wasserstand birgt Gefahren

Die großen Binnenschiffe haben ihren Betrieb zwischen Magdeburg und Dresden längst eingestellt. Aber auch Freizeitkapitäne müssen vorsichtig sein, denn an einigen Stellen der Saale und der Elbe ist der Wasserstand inzwischen so extrem gesunken, das Gefahr droht.

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Dies musste auch Stefan Mittermaier aus München erleben: „Wir sind in 12 Tagen von Saalefeld bis nach Barby gepaddelt und genießen noch einen Tag auf der Elbe bis nach Schönebeck. Zwischen Saalefeld und Jena war es extrem schwierig. Wir hatten sogar Löscher im Kanu die wir flicken mussten" so der Bayer. Der guten Laune tat dies zum Glück keinen Abbruch.