Bauplanung

Erste Bauarbeiten im Tierheim

Über den Winter stehen einige Bauarbeiten im Tierheim in Schönebeck an.´Es ist einiges geplant.

Von Kathleen Radunsky 20.12.2016, 23:01

Schönebeck l Die Bauarbeiter werden in den kommenden Wochen mehrfach zu Besuch im Tierheim Schönebeck sein. Denn es stehen vor allem Arbeiten an dem hinteren Gelände, wo sich die Krankenstation befindet, an. Wie Kerstin Kauert, Vorsitzende des Betreibervereins, auf Volksstimme-Nachfrage mitteilt, gehe es gegenwärtig darum, die Hundequarantäne fertigzustellen. „Wir hatten zwei Fördermittelanträge gestellt, die inzwischen auch beide bewilligt worden“, sagt sie. Demnach sollen die Innentüren und Klappen noch in diesem Jahr realisiert werden. Die Estricharbeiten und der Innenputz folgen dann im nächsten Jahr.

Viel mehr, so Kerstin Kauert, könne angesichts der finanziellen Ausstattung des Tierheimes nicht umgesetzt werden. Dabei spricht die Vereinsvorsitzende die Umlage an, die Schönebeck, Calbe, Bördeland, Barby und Nienburg als Vertragspartner an das Tierheim zahlen. Diese beträgt einen Euro pro Einwohner pro Jahr.

Grundsätzlich gibt es seit geraumer Zeit Pläne, dass das Gelände hinter dem heutigen Tierheim an der Barbyer Straße genutzt werden soll. „Unser Ziel besteht langfristig natürlich darin, das neue Gelände als Erweiterungsgelände zu nutzen.“ Wie sie weiter ausführt, gibt es seit vielen Jahren ein Gesamtkonzept, das auch im Rahmen der Bebauungsplanänderung ausgelegen hatte. Damals habe sich aber keiner dafür interessiert, merkt sie kritisch an.

Der grobe Inhalt: Während sich das Hundehaus und die Hundeauslaufflächen auf dem neuen Gelände befinden sollen, werden die Katzen auf dem bisherigen Gelände verbleiben. So weit so gut. Doch der Plan ist mit Geld verbunden. Allein der Bau eines Hundehauses kostet zirka 350.000 Euro, sagt Kerstin Kauert. Dass die Vereinsmitglieder bei der Beschaffung von Spenden durchaus einfallsreich sind, macht die Vorsitzende an einem Beispiel deutlich: Demnach haben die Mitglieder versucht, nach dem G-8-Treffen in Heiligendamm 2007 „kostengünstig ein Stück von Frau Merkels Zaun“ zu bekommen, um das Erweiterungsgelände vernünftig einzäunen zu können.

Derzeit sind in dem Tierheim in Schönebeck 14 Hunde und eine Vielzahl von Katzen untergebracht. Kurz vor Weihnachten haben sich davon die Stadträte Anne Schoenemann (Linke), Andreas Schumann (CDU) und Mark Kowolik (parteilos) einen Eindruck verschafft. Sie befassen sich seit mehr als einem Jahr mit dem Thema, nachdem im Stadtrat harsche Kritik am Tierheim geäußert worden war. Ein Problem, das seither besteht, ist ein Baum, dessen Wurzeln den Beton hochdrücken. Eine Fällgenehmigung von der Stadt liegt vor. „Für die Baumfällung habe ich eine Firma aus Magdeburg im Auge, die diesen Baum von oben beginnend fällen würde - im nächsten Jahr“, sagt Kerstin Kauert.