Elbenau l „Wir hätte nicht gedacht, dass die erste Saison des FC Magdeburg in der zweiten Bundesliga so durchwachsen verläuft“, räumt der Präsident des Fanclub Kollektiv Elbenau, Mario Bolze, ein. Wobei „durchwachsen“ noch eine sehr freundliche Beschreibung für den Verlauf der Hinrunde des Magdeburger Fußballvereins ist. Von 18 Spielen haben die Blau-Weißen gerade einmal ein einziges Spiel gewonnen und überwintern nun vor Ingolstadt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Ein Abstiegsplatz.

Fans mit Dauerkarten

Doch die Mitglieder des Kollektivs Elbenau geben die Hoffnung so schnell nicht auf. Jeden Donnerstagabend treffen sie sich im Bistro Elbenau, um über die Leistung des Vereins zu diskutieren und die Fahrten zu den nächsten Spielen zu planen. Die meisten von den rund zwei Dutzend Mitgliedern haben Dauerkarten, auch wenn sie bei den Heimspielen im Stadion nicht zusammen sitzen. Dafür geht es aber immer wieder gemeinsam zu Auswärtsspielen.

Dass die zweite Liga nicht einfach wird, war den Mitgliedern des Kollektiv Elebenau schon klar. „In den letzten Saison habe ich immer gesagt, dass wir die Siege genießen müssen. Denn so etwas kommt so schnell nicht wieder“, sagt Jörg Lustinetz. Der Handwerksmeister unterstützt im Förderverein die Nachwuchsarbeit des 1. FCM.

Den Trainerwechsel auf Michael Oenning befürwortet er. „Jetzt wird wieder richtig Fußball gespielt“, sagt Lustinetz. Allein, trotz guter Spieler reicht es am Ende trotzdem nicht für einen Sieg. Meistens gehen die Spiele immer knapp verloren.

Mario Bolze bleibt optimistisch. „Noch ist nichts verloren“, betont der Vereinspräsident. Der erste Nichtabstiegsplatz sei immer noch erreichbar. Ob es nicht besser wäre, nach einem Abstieg in der dritten Liga wieder öfter zu gewinnen, als in der zweiten Liga überhaupt nichts zu reißen? „Auf keinen Fall. Jeder Fan will seinen Verein doch so weit oben wie möglich sehen“, sagt Mario Bolze entschieden.

Doch was muss geschehen, damit der 1. FC Magdeburg sich zum Ende der Saison doch noch in der zweiten Liga behaupten kann? „Ein Sieg würde der Mannschaft gut tun“, sagt Bolze. Auch, damit die Spieler die ganzen Niederlagen endlich aus dem Kopf kriegen und wieder befreit aufspielen können.

Ein Sieg muss her

Und dann wird sich der FCM über die Winterpause möglicherweise auch personell verstärken. Namen von möglichen Spielern kursieren aber noch nicht. „Wir brauche einen richtig guten Spielmacher im Mittelfeld“, findet Mario Bolze. Einen, der zum Verein steht und nicht nur als Söldner für Geld steht. Doch wo der herkommen soll, weiß keiner.

Und wer glaubt noch an den Klassenerhalt? „Alle!“ sagen die Elbenauer FCM-Fans im Chor. „Was denn sonst?“