Calbe l Ein Weihnachtsmarkt ist etwas für die Sinne. Aromen, Musik und bekannte Gesichter bekamen die Einwohner der Saalestadt am Wochenende auf ihrem Weihnachtsmarkt reichlich. Das Programm war abwechslungsreich und unterhaltsam. Wer die ganzen Programmpunkte besuchen wollte, hatte Mühe, den Zeitplan zu halten. Denn viele Sachen liefen nebeneinander. Für alle Darbietungen und Aufführungen gab es zudem ein Publikum.

Auch wenn es am Wochenende winterlich von den Temperaturen wurde, frieren musste auf dem Weihnachtsmarkt niemand. Während es für die Erwachsenen entsprechende Getränke in großer Vielfalt gab, kamen auch die Kinder auf ihre Kosten. So zum Beispiel auf dem Kinderweihnachtshof neben dem Marktplatz. Unterhalb der Heimatstube stand Jan Tobiasch nur mit einem dünnen Hemd bekleidet hinter seinem Stand. Kalt war ihm trotzdem nicht. Hinter ihm schien die rot Glut aus einem gemauerten Ofen in den Hof. Frische Brötchen backte er für die Besucher. „Frisch schmecken sie am besten“, pries er die Backware an.

Kirche wird zum Café

In ein Café verwandelte sich auch wieder die Sankt-Stephani-Kirche. In einem abgetrennten Bereich konnten die Besucher hier bei Zimmertemperatur eine kleine Auszeit genießen. In der Kirche selbst traten die Chöre der drei Schulen der Stadt nacheinander auf. Teile ihres diesjährigen Weihnachtsprogramms hatten sie mitgebracht. Viel Beifall gab es für Schüler von den Zuschauern.

Bilder

Etwas eng wurde es zwischenzeitlich auch auf der Weihnachtsspielwiese in der Heimatstube. Im ersten Obergeschoss konnten sich die Mädchen und Jungen hier austoben, während sich die Eltern aufwärmten. Den Platz im Raum zog ebenso der Portrait-Schnellzeichner Karl-Heinz Klappoth. Vor der Tür der Heimatstube machte Carola Schmidt Werbung für das Gebäude und sammelte von den Bürgern Unterschriften für den Erhalt des historischen Gebäudes.

Immer wieder gab es ebenso ein abwechslungsreiches Programm auf der Rathaustreppe. Sie wirkt auf den Markt wie eine Bühne. Nacheinander nahmen die Kindertagesstätten der Stadt hier ihren Platz ein, um ihr Weihnachtsprogramm vorzustellen. Mehr Aufmerksamkeit erhielt zudem der Hof hinter dem anderen Rathaus. Die Fläche verwandelte sich in ein Freiluftkino. Damit die Besucher den Märchenfilm auch genießen konnten, gab es eine große Feuerstelle, woran sich alle aufwärmen konnten. Für die Abwechslung in der Buden sorgten nicht nur professionelle Anbieter, sondern ebenso wieder die Vereine in der Stadt. Sie besetzten viele Häuser und bereicherten so das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt. Die vielen Programmpunkte auf dem Plan sorgten für Kurzweil beim Publikum während der dreitägigen Veranstaltung.