Elbenau l Die Feuerwehr-Arbeit in Elbenau war bis vor Kurzem eine echte Männerdomäne. Doch zwei Frauen wollen das ändern. Sie sind die ersten Kameradinnen der freiwilligen Feuerwehr im Ortsteil.

Entschluss muss reifen

Zugegeben, so ganz neu sind Sabrina Werner und Dana Düring in Kreisen der freiwilligen Feuerwehr nicht. „Unsere Kinder sind in der Jugendwehr aktiv. Wir sind immer mal wieder hier“, erklärt Dana Düring. Sie und ihre Mitstreiterin und Freundin Sabrina Werner verbindet also eine bereits lange andauernde Geschichte mit der freiwilligen Aufgabe. „Ich weiß gar nicht, warum ich nicht bei der Jugendwehr mitgemacht habe“, fragt sich Düring heute. Damals habe sich ein Engagement einfach nicht ergeben, obwohl viele Jungs Mitglied gewesen seien. „Der Entschluss mitzumachen musste erstmal reifen“, kommentierte Sabrina Werner, die ebenfalls familiär eng mit der freiwilligen Feuerwehr aus Elbenau verwurzelt ist.

Dennoch: Bisher fanden sie den Weg in den aktiven Feuerwehrdienst nicht. Noch nicht. Denn es gab einen konkreten Anlass für sie, nun tätig zu werden – den Feuerwehrgrundkurs, der von einigen Wochen in Schönebeck durchgeführt wurde (Volksstimme berichtete). Dadurch konnten sie ohne große Wege, komprimiert in wenigen Tagen am Stück, das Grundrüstzeug des Feuerwehr-Handwerkes erlenen.

Ehrbare Motivation

Die Motivation der beiden Frauen ist dabei mehr als ehrbar. „Wenn es einmal brennt, soll ja auch geholfen werden“, so Düring. „Es kann uns ja auch selbst treffen. Wenn dann keiner da wäre, wäre das nicht schön“, fügt Sabrina Werner hinzu. Gäbe es in den ostelbischen Dörfern keine Feuerwehr mehr, würden sich die Anfahrtswege deutlich verlängern, wissen die beiden neuen Feuerwehrfrauen.

Aber auch über die Einsatzfähigkeit hinaus schätzen sie den Dienst bei der Feuerwehr in Schönebecks Ortsteil. „Das ist wie eine zweite Familie“, weiß Dana Düring. „Eine Hand wäscht hier die andere.

Das sei wichtig, wenn man in die Feuerwehr eintreten wolle, erklärt Christian Werner, der in Elbenau die Geschicke der Jugendfeuerwehr koordiniert. Neue Feuerwehrleute seien jedenfalls willkommen.