Eggersdorf l Höhepunkt der Jahreshauptversammlung des Eggersdorfer Heimatvereins war wieder die Vorstellung und Verausgabung des neuen Heftes „Geschichte und Geschichten aus unserem Heimatort Eggersdorf“ an die Mitglieder. Es ist inzwischen die 18. Auflage der kleinen Broschüre, die von vielen Bürgern im Ort und Geschichtsinteressenten immer sehnsüchtig erwartet wird und die jetzt im Frischmarkt Bethge erworben werden kann.

In diesem Jahr erfährt der Leser erstmalig auf 61 Seiten nicht nur viel Historisches aus dem Dorf in den Jahren von 1950 bis 1960, sondern auch auf die umfangreichen Aktivitäten des Vereins in den zurückliegenden Jahren wird eingegangen. Und die wurden vom Vereinsvorsitzenden Ronald Lindemann in seiner Rechenschaftslegung besonders hervorgehoben, denn der örtliche Kultur- und Heimatverein begeht nämlich am 2. Oktober 2018 sein zwanzigjähriges Gründungsjubiläum. Was mit 15 Gründungsmitgliedern begann, wird nun erfolgreich von derzeit 36 Heimatfreunden erfolgreich weitergeführt. Mit der Bildung einer Chronikgruppe unter der Leitung von Norbert Kraft begann die Arbeit im Verein. Das Sammeln von Dokumenten und Fotos für eine Ortschronik betrieb man nun zielgerichtet. Im Museum und im Kreisarchiv wurde nachgeforscht und weiteres Material über unseren Heimatort gesichtet.

Bürger zum Mitmachen anregen

Es folgte die Gestaltung und Herausgabe einer Ansichtskarte vom Heimatort im Jahre 2000, und eine kleine Broschüre mit Geschichten und Bildmaterial über die Eggersdorfer Historie entstand. Der neugegründete Verein etablierte sich zunehmend in der Öffentlicharbeit, war Initiator des 1. Eggersdorfer Weihnachtmarktes und leistete stets einen geschichtlichen Beitrag zu den Heimatfesten und der 800-Jahr-Feier der Gemeinde 2005.

„Eine Broschüre soll die Bürger zum Mitmachen anregen“, meinte der erste Vereinsvorsitzende Heiko Rasch. Man wollte den Eggersdorfern, vor allem der älteren Generation, Geschichte und Geschichten entlocken. Damit gaben sich die Heimatfreunde noch nicht zufrieden. Als dem Verein die Räumlichkeiten für eine Heimatstube zur Verfügung gestellt wurden, setzte jetzt noch eine Sammeltätigkeit von altem Hausrat ein.

Die Dorfbevölkerung spendete fleißig viele Dinge, die womöglich für den Müll bestimmt waren und jetzt einen Platz in dem kleinen Museums gefunden haben. Bei ihrer Betrachtung wecken sie bei den Besuchern nicht nur Erinnerungen aus vergangener Zeit, sie regen auch zu Gesprächen an und leisten letztendlich noch einen Beitrag für die Chronik.

Besucherzahl steigt stetig

Weiterhin hob der Vorsitzende in seinen Ausführungen hervor: „Durch eine ständige Erweiterung im Angebot, durch Sonderausstellungen, durch bessere thematische Aufarbeitung konnte die Besucherzahl in der Heimatstube stetig gesteigert werden. Zunehmend mehr Schulklassen und Besuchergruppen besuchen das Museum.“

Besonders der 2014 eingerichtete Galerieraum erfreut sich großer Beliebtheit und bietet Hobbykünstlern die Gelegenheit, ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit vorzustellen. Und so viel kann schon verraten werden, am 21. April wird eine neue Kunstausstellung eröffnet werden.

Die Rechenschaftslegung wurde ergänzt von Bärbel Renning. Sie leitet die Plattsprechergruppe und ist stets bemüht, Kontakte zu den Bördedörfern zu suchen, denn die unterschiedliche plattdeutsche Mundart in den anderen Dörfern weckt zunehmend Interesse. Christian Agath, der Leiter der Tiffanygruppe, berichtete über die künstlerische Glasgestaltung seiner Mitglieder und würde sich über neue Mitglieder besonders freuen.

Lebensweise der Indianer

Abschließend gab Horst Lewy Reiseerlebnisse von seiner kürzlich durchgeführten Reise nach Venezuela zum Besten. Unterstützt mit schönen Natur- und Landschaftsaufnahmen berichtete er über das Land und ging dabei besonders auf die Lebensweise der Indianer ein.

Der Vereinsvorsitzende bedankte sich abschließend bei allen, die aktiv am Gelingen mitgewirkt haben.

Um die begonnene Arbeit weiterhin erfolgreich fortsetzen zu können, würde sich der Verein über den Beitritt weiterer, vor allem jüngerer Mitgliedern freuen. Neben den aufgeführten Arbeiten und Aktivitäten finden im Verein stets auch gesellige Zusammenkünfte und Tagesfahrten statt, die hier nicht gesondert hervorgehoben wurden aber zu einem vielschichtigen, Vereinsleben unerlässlich sind.