Bernburg/Schönebeck/Staßfurt (vs) l In einem Fall von Internetbetrug ermittelt die Salzland-Polizei. Höchstwahrscheinlich gibt es weitere Geschädigte. Die Polizei mahnt zur Vorsicht bei Internet-Geschäften.

Eine junge Frau hatte am Donnerstagabend einen Betrug angezeigt. Demnach hatte sie am 30. Januar auf einer Internetplattform für Kleinanzeigen eine Spielekonsole „PlayStation5“ für 500 Euro gekauft und bezahlt, die Ware aber nicht erhalten.

Die 19-Jährige habe über die Chatfunktion des Portals Kontakt zum Verkäufer aufegnommen, so die Polizei. Dieser habe ihr angeboten, dass sie das Gerät abholen könne. Aufgrund der großen Entfernung habe sie dies laut Polizei aber abgelehnt. Über den Messenger-Dienst „WhatsApp“ hatte sich der Verkäufer mit einer Kopie seines Personalausweises ausgewiesen. Die Frau vertraute den Angaben und bezahlte den fälligen Betrag per Sofortüberweisung.

Unruhig wurde die Kundin, als die Ware bis zum 2. Februar nicht geliefert worden war. Der Verkäufer sei laut Polizei telefonisch nicht zu erreichen gewesen. Sie fing sie an, im Internet zu recherchieren. Hierbei fand die Geprellte heraus, dass es noch mindestens 14 weitere Geschädigte geben und es sich offenbar um ein und den gleichen Betrüger handeln soll.

Die Polizei rät ab, im Internet Spontankäufe zu tätigen. Neben Preisvergleichen sollten sich die Interessenten über potenzielle Verkäufer und Anbieter informieren. Über Suchmaschinen könnte man auch Informationen anderer Kunden zum Verkäufer oder von Verbraucherzentralen bekommen.

Waren sollten erst nach Erhalt gegen Rechnung bezahlt werden, erläuterte Polizeisprecher Marco Kopitz. Er warnt eindringlich vor Zahlungsdiensten wie Western Union oder paysafecard. Grundsätzlich sollte bei der Übermittelung persönlicher Daten sichere Internetverbindungen (https) genutzt werden.