Felgeleben (ok) l Die kontinuierlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen und die daraus resultierenden Regelungen zur Eindämmung des Virus sind Tatsachen, vor denen der Felgeleber Carneval Club (FCC) nicht die Augen verschließt. Deshalb hat der FCC-Vorstand einstimmig den Beschluss gefasst, die Karnevalssession 2020/2021 abzusagen. Dies schließt auch die geplante Sessionseröffnung mit karnevalistischem Programm am 14. November vor dem Schönebecker Rathaus ein. Das teilet der Verein gestern in eine Presseinformation mit.

Stimmung und Auflagen nicht kompatibel

In der Hoffnung auf sinkende oder zumindest stabile Infektionszahlen und damit beherrschbare Rahmenbedingungen hat der Vorstand bis zuletzt ernsthafte Planungen zur Durchführung der Session 2020/2021 betrieben. Dies schloss Hygienekonzepte, Sicherheitsabstände und vieles mehr ein. Letztendlich kam der Verein jedoch zu dem Schluss, dass einerseits bei immer schärfer werdenden Auflagen keine ausgelassene Stimmung aufkommen kann, wie sie nun einmal zum Karneval dazu gehört, und andererseits trotz Einhaltung aller Auflagen das Ansteckungsrisiko nicht auf Null gesenkt werden kann.

FCC-Präsidentin Sandra Kalusche sagte dazu: „Wir haben die Entscheidung der Absage schweren Herzens getroffen, aber letztlich konnte es unter den gegenwärtigen Einschränkungen keine andere vernünftige Reaktion auf die Infektionslage geben. Der FCC reiht sich damit in die Riege der vielen großen und kleinen Karnevalsvereine ein, die ebenfalls aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihrem Publikum und ihren Mitgliedern die Session 2020/2021 ausfallen lassen.“

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Im FCC ist man sich einig, diese Session ausfallen zu lassen, damit man hoffentlich im Jahr darauf dem Publikum wieder unbeschwerte und fröhliche Abende bieten und gemeinsam singen, tanzen und lachen kann.

Dank an Unterstützer und Sponsoren

Die FCC-Präsidentin brachte angesichts dieser schwierigen Zeit ihre besondere Wertschätzung für die Spender, Sponsoren und Unterstützer des FCC zum Ausdruck, denn sie trügen mit dazu bei, den Verein und das karnevalistische Brauchtum am Leben zu erhalten, da bestimmte Fixkosten, wie Versicherungsprämien, Mieten oder Beiträge, weiterliefen. Sandra Kalusche: „Vielen Dank an alle Sponsoren und Unterstützer des FCC. Bitte bleiben Sie uns auch weiterhin treu, damit wir 2022 wieder gemeinsam Karneval feiern können. Aber vor allem: Bitte bleiben Sie alle gesund.“

Trotz der erfolgten Absage der Session 2020/2021 und der Tatsache, dass es in diesem Winter keine Veranstaltungen und keine karnevalistischen Aktivitäten geben wird, hat sich der FCC jedoch eines nicht nehmen lassen: die Ernennung eines Prinzenpaares. Schließlich wäre es sehr schade, wenn man in einigen Jahren beim Blick in die lange Liste der FCC-Prinzenpaare für die Session 2020/2021 Prinz Covid XIX. und Prinzessin Corona I. entdeckt. „Deshalb freuen wir uns, auch in diesem sehr besonderen Jahr ein Prinzenpaar präsentieren zu dürfen – auch wenn natürlich klar ist, dass für unser Prinzenpaar keine repräsentativen Pflichten anfallen werden“, so die Präsidentin.

Trotzdem ein Prinzenpaar

Gerade vor diesem Hintergrund der fehlenden Präsenz in der Öffentlichkeit ist der FCC sehr dankbar, dass sich zwei Vereinsmitglieder bereit erklärt haben, das Amt zu übernehmen: Mathias Zerbin und Carola Meyer sind 2020/2021 unser Prinzenpaar Mathias I. und Carola I.

„In dieser schwierigen Phase für unseren Verein und den Karneval insgesamt senden die beiden damit ein wichtiges Signal, dass wir Karnevalisten die vorübergehenden Einschränkungen aus Verantwortungsbewusstsein natürlich unterstützen und mittragen, wir aber dennoch den Kopf nicht in den Sand stecken und positiv in die Zukunft blicken“, so FCC-Präsidentin Sandra Kalusche abschließend.