Plötzky l „Möglicherweise ist das in Plötzky die letzte Sitzung eines Ortschaftsrates“, sagte Martin Kütz (SPD) am Ende der Zusammenkunft am Mittwochabend. Damit spielte der Ortsbürgermeister nicht auf das Ende der Legislaturperiode an. Sondern dass es in Plötzky nur zwei Kandidaten für die anstehende Ortschaftsratswahl am 26. Mai gibt: Ursula Budtke (FDP) und Einzelbewerber Christian Pfanne. Kütz selbst hatte schon vor geraumer Zeit gesagt, dass er sich nur für den Stadtrat aufstellen lassen wird.

Was bedeutet das nun für Plötzky? Laut Hauptsatzung der Stadt müssen wenigstens drei Kandidaten in den jeweiligen Ortschaftsrat gewählt werden, damit dieser weiterbestehen kann. Darauf weist Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz auf Nachfrage der Volksstimme hin. Aus dem Kreis der Räte werde dann ein Ortsbürgermeister gewählt – sofern denn einer von ihnen bereit sei, das Amt auch zu übernehmen.

Ergänzungswahl

Da es in Plötzky nur zwei Kandidaten gibt, wird es eine Ergänzungswahl innerhalb von vier Monaten geben müssen. Denn für einen Ortschaftsrat braucht es mindestens drei Gewählte, es können auch bis zu sieben sein.

Wird in der Ergänzungswahl jedoch niemand gewählt beziehungsweise es kandidiert niemand, wählt der Stadtrat aus den zwei jetzigen Kandidaten – wenn sie am 26. Mai gewählt werden – Ortsvorsteher und Stellvertreter. „Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sie dazu auch bereit sind“, betont Wannewitz und fügt an: „Sind sie es nicht, nimmt der Stadtrat diese Funktion wahr.“