Schönebeck/Staßfurt l Die Schönebecker scheinen insgesamt gut vorbereitet zu sein. Der große Ansturm auf die Masken und das inzwischen routinierte Tragen der Mund-Nase-Bedeckung führte offenbar dazu, dass auch die neue Verschärfung nicht zu schwerwiegenden Problemen führt.

Vorsorge im Rathaus

Im Schönebecker Rathaus hat man nach Aussage vom städtischen Pressesprecher Frank Nahrstedt ohnehin schon weitreichende Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie getroffen. Mitarbeiten sollen, soweit möglich, von zu Hause aus arbeiten. „Wir haben aber auch FFP2-Masken an unsere Mitarbeiter verteilt und tun das auch weiterhin“, erläutert der Pressesprecher. Die neuen, sicheren Masken sind in der Schönebecker Verwaltung inzwischen zur Standart-Ausrüstung geworden.

Maskiert kommen Kunden beim Schönebecker Traditionsbecker Ketzer schon lange in den Laden. „Das läuft auch weiterhin reibungslos“, erläutert Mitinhaberin Veronika Ketzer. „Wir haben Schilder draußen stehen, die auf die Maskenpflicht hinweisen. Unsere Kunden halten sich im Großen und Ganzen daran“, so Ketzer. Lediglich ein Kunde habe gestern Morgen seine Maske nicht dabei gehabt, aber auch dafür habe man eine corona-konforme Lösung gefunden. Einen kleinen Vorrat an Masken haben die Mitarbeiter, um sie an ihre Kunden zu ver- teilen.

Bilder

Kunden kommen in Apotheke

Lösungen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Salz-Mischer Apotheke in Bad Salzelmen schon weit vor Einführung der Maskenpflicht gefunden. Schließlich gab es bereits vor einigen Wochen kostenlos FFP2-Masken für Senioren. „Es gab bei uns riesigen Andrang“, erinnert sich Sylke Anders vom Apotheken-Team. Somit war die Apotheke gut auf den Start vorbereitet. Eine Mitarbeiterin habe zuvor einen ganzen Tag darauf verwendet, ausreichend Masken zu beschaffen. Auch heute kommen noch Kunden, die nach Masken fragen, die Apotheke bietet besondere Angebote an. Ältere Mitbürger bekommen beispielsweise Gutscheine von der Krankenkasse.

Keine Hauptaufgabe

Die Maskenpflicht zu kontrollieren, sieht die Kreisverkehrsgesellschaft Salzland nicht als Hauptaufgabe ihres Fahrpersonals. „Wobei wir natürlich von unserem Hausrecht Gebrauch machen, wenn jemand partout keine Maske tragen will. Aber es kann niemand verlangen, dass unsere Fahrer nach drei Stationen durch den Bus gehen und kontrollieren, ob jemand die richtige Maske auf hat“, erklärt Bill Bank vom KVG-Marketing. Wie die Situation nach Tag eins der Maskenpflicht aussieht, konnte Bank noch nicht sagen. Aber im Grunde sei man mit der Resonanz der Fahrgäste zufrieden. „Ausnahmen gibt es sicher überall“, so Bill Bank zur Volksstimme.

Auf dem Staßfurter Wochenmarkt war dagegen zu erleben, dass Kunden beim Einkauf unter freiem Himmel sogar mit Maske unterwegs waren. Das verwunderte sogar die Staßfurter Ordnungsamts-Chefin. Schließlich sei das in Sachsen-Anhalt nicht gefordert. Doch warum nicht?