Workshop für Collies zum ersten Mal in der Elbestadt organisiert

Mehr als 20 Lassie-Hunde bevölkern Schönebeck

Von Kathleen Radunsky-Neumann

"Lassie lebt" – Unter diesem Motto hat am Wochenende ein Workshop für Hunde, insbesondere Collies, in Schönebeck stattgefunden. 20 Teilnehmer aus ganz Deutschland sind der Einladung mit ihren kuscheligen Vierbeinern gefolgt. Es war die erste Veranstaltung dieser Art in Schönebeck.

Schönebeck. Was für ein überdimensionales Kuscheltier – der zehnjährige Matthias Reutler umarmt liebevoll seinen Hund. Die Collie-Dame, die auf den Namen "Aimeé vom Buckenhofer Forst" hört, lässt das wohlwollend zu. Für ein Pressefoto legt sich der zehnjährige Junge neben seine tierische Freundin. Ein Herz und eine Seele.

"Collies haben ein sehr sensibles Wesen, sie sind sanfte Tiere", beschreibt Verena Schaube die Hunderasse, die sie am liebsten hat. Am Wochenende hat sie zu einem Workshop unter dem Motto "Lassie lebt" auf den Schönebecker Hundesportplatz eingeladen. 20 Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands sind der Einladung gefolgt. Den ganzen Tag über haben sich die Hundefreunde mit ihren Vierbeinern verschiedene Disziplinen angeschaut und diese schließlich selbst mit ihren Tieren absolviert.

"Agility", so Verena Schaube, "ist ähnlich wie das Pferdespringen." Und "Obedience" ist eine Hundesportart, bei der es auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. "Für jede Disziplin haben wir ein Trainerteam vor Ort", berichtet Verena Schaube, die sich Unterstützung beim Verband für das Deutsche Hundewesen geholt hat. Nachdem die Fachmänner- und -frauen die einzelnen Sportarten unter Beobachtung der neugierigen Zuschauer vorgeführt haben, sind die Gäste selber dran. "Jeder kann sich bei uns ausprobieren", sagt die Organisatorin. Und so ziehen dann eben an die 20 Zweibeiner mit ihren meist zwei Vierbeinern auf die einladende Grünfläche des Schönebecker Hundesportplatzes.

Unter den Teilnehmern ist auch der zehnjährige Matthias Reutler. Er ist mit seiner Mutter extra von Leipzig in die Elbestadt gekommen, um das eigene Haustier zu trainieren. Das ist auch im Sinne der Organisatorin.

Hunde-Tanz als Wintersport

"Unser Ziel ist es, dass sich die Besitzer mit ihren Hunden beschäftigen", erklärt sie. Deshalb gehöre zu ihrem Workshop auch der sogenannte Dog-Dance, also Hunde-Tanz. "Das ist der ideale Wintersport für die Wohnung", schätzt die Züchterin ein. Spannend, so die Neu-Schönebeckerin, sei bei einer solch großen Veranstaltung aber auch das Collie-Synchron-Laufen. Wahrlich ein herrlicher Anblick ist es, sind die Teilnehmer erst einmal mit ihren geliebten Tieren zusammen auf einem Fleckchen Erde.

"Der Trend geht zum Dritthund", rufen die aufgeweckten Leute. Und schaut man in die Runde, lässt sich an dieser Aussage nur schwer zweifeln. Fast jeder der Frauchen und Herrchen hält zwei Collies an der Leine. Dem jungen Matthias Reutler aus Leipzig reicht der eine Hund. Seine "Aimeé vom Buckenhofer Forst" sei friedlich und zurückhaltend. Und, was ein wesentlicher Vorteil dieser Rasse sei, lässt sich der Collie leicht führen, ob von Kind oder Erwachsenen.

Verena Schaube ist mit dem Workshop am Wochenende zufrieden. Das Wetter hat mitgespielt und alle angemeldeten Teilnehmer sind erschienen. "Trotzdem hätten es ruhig mehr sein können", sagt die Züchterin. In Rheinland-Pfalz, wo sie ihren Erstwohnsitz hat, habe sie so etwas sieben Mal organisiert, in Sachsen-Anhalt und damit in Schönebeck zum ersten Mal. Hilfe hatte sie von den Barbyer Hundefreunden in Form der Parcoursgeräte bekommen. Ein zweites Mal ist nicht ausgeschlossen.