Schreckschusspistole

Mit Waffe in Schönebeck bedroht

Am Freitagmorgen musste das Landeskriminalamt nach Schönebeck ausrücken. Eine Waffe war im Spiel.

Schönebeck (vs) l Am Freitagvormittag, 8. Januar 2021, wurde in einem Mehrfamilienhaus in der Garbsener Straße in Schönebeck eine Bedrohung mit einer Waffe gemeldet. Doch was war passiert?

Wie die Polizei mittteilte, hatte ein Arbeitgeber seinen Mitarbeiter zunächst bei dessen Vermieter eines Mehrfamilienhauses als vermisst gemeldet.

"Zur Überprüfung, ob sich der Mann noch in der Wohnung befindet und vielleicht sogar hilflos ist, versuchten der Haumeister und eine Zeugin den Bewohner zu erreichen", heißt es seitens der Polizei.

Als ihnen das aber nicht gelang, versuchten sie die Tür gewaltsam zu öffnen. Und genau dabei erschien der als vermisst gemeldete Mitarbeiter und Mieter in dem Mehrfamilienhaus an der Tür und hielt sichtbar eine schwarze Pistole in der Hand.

"Im Rahmen der Erklärungen forderte er die beiden sich auszuweisen, diese zogen sich daraufhin zurück und informierten die Polizei über das Erlebte", heißt es in der Polizei-Mitteilung. In Anbetracht der Situation wurden Spezialkräfte des Landeskriminalamtes (LKA) angefordert, kamen aber letztlich nicht zum Einsatz.

Denn der 59-jährige Mieter hatte sich zwischenzeitlich bei der Polizei in Schönebeck gemeldet und wollte die Situation schnellstmöglich aufklären. Daraufhin hatte die Polizei persönlichen Kontakt mit dem Mieter bei dem die verwendete Schreckschusswaffe sichergestellt wurde. 

Alle Beteiligten blieben unverletzt. Obwohl der Mann in Besitz des„Kleinen Waffenschein“ ist (dieser erlaubt ihm, eine solche Waffe zu führen), wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung gegen den 59-Jährigen eingeleitet und "wird unter Betrachtung der vorliegenden Umstände fortgeführt", teilt die Polizei mit. Die Waffenbehörde wurde über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt.