Schönebeck l Es tut sich was auf dem Gelände des ehemaligen Heizkesselwerkes Schönebeck – und das schon seit geraumer Zeit. Das nehmen auch die Bewohner in der direkten Umgebung des 8,7 Hektar großen Geländes an der Paulstraße wahr. Denn aktuell würden viele Kipplader beladen mit Schutt von der Wilhelm-Hellge-Straße aus in Richtung des Geländes des ehemaligen Heizkesselwerkes fahren, berichtet eine Anwohnerin.

Auf Volksstimme-Anfrage erklärt Holger Schwarz von der Schwarz Immobilien Entwicklung GmbH mit Sitz in Magdeburg, der ein Großteil der Fläche gehört: „Entlang der nördlichen Grundstücksgrenze zum Bahngelände der Deutschen Bahn wird derzeit ein Lärmschutzwall errichtet.“

Lärmschutzwall für Anwohner

Dieser soll insgesamt sechs Meter hoch und 700 Meter lang werden und ist der Grund für die vielen beladenen Baufahrzeuge, die zur Zeit über die Wilhelm-Hellge-Straße zum Gelände des ehemaligen Heizkesselwerkes fahren und die Straßen dabei leicht verschmutzen. Dieser Umstand und auch der Baustellenlärm ist Holger Schwarz bewusst, weshalb er die Anwohner bittet, die Unannehmlichkeiten während der Bauarbeiten zu entschuldigen.

Hintergrund für die Entstehung des Lärmschutzwalles ist, dass das Gelände des ehemaligen Heizkesselwerkes schon bald bewohnt werden soll. „Im östlichen Teil der Paulstraße sind drei eingeschossige Doppelhäuser geplant, wovon eines bereits kurz vor der Fertigstellung steht“, berichtet Holger Schwarz. Die Vorbereitungsarbeiten zu den beiden anderen Häusern hätten bereits begonnen.

Keine neuen Straßen für Schönebeck

Zudem seien im westlichen Teil der Paulstraße fünf weitere Häuser direkt an der Straße geplant. Für diese müssen allerdings zunächst Abbrucharbeiten an den Bestandsbauten durchgeführt werden. „Der Baubeginn ist im nächsten Jahr geplant“ informiert Holger Schwarz zu diesem Punkt. Neue Straßen seien auf dem Gelände des ehemaligen Heizkesselwerkes aber nicht vorgesehen.

Neben dem Bau, der für die fünf geplanten Doppelhäuser im westlichen Bereich der Straße weichen muss, steht auf dem Gelände noch ein Backsteingebäude in der Mitte der Paulstraße, das einst als Verwaltungsgebäude des Heizkesselwerkes genutzt wurde. Dieses „soll größtenteils erhalten bleiben und einer neuen Nutzung zugeführt werden“, erklärt Holger Schwarz. Genutzt werden soll es in Zukunft für altersgerechtes Wohnen.

Noch keine Genehmigung für Grünflächen

Auch für die Außenanlagen des neuen Wohngebiets gibt es bereits Pläne. Es sollen Parkplätze, Grünfläche und Zuwegungen entstehen. „Der ruinöse Bereich zwischen den straßenbegleitenden Gebäuden und dem Lärmschutzwall soll zu einem Park umgestaltet werden, wobei Beräumungsarbeiten, Erdauffüllungen sowie eine umfangreiche Begrünung vorgesehen sind“, blickt Holger Schwarz in die weitere Zukunft des Geländes.

Für dieses Projekt wurde seitens des Salzlandkreises allerdings noch keine Baugenehmigung erteilt. Diese soll aber folgen, sobald das Unternehmen alle erforderlichen Unterlagen eingereicht hat.