Schönebeck l Im Falle des offenbar gezielten Brandanschlages auf den Dienstwagen einer Schönebecker Firma ist nun auch der Staatsschutz eingeschaltet. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um eine politisch-motivierte Tat handelt. Das bestätigen sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die für die Ermittlungen zuständige Polizeiinspektion Magdeburg auf Nachfrage der Volksstimme am Freitag.

Nachdem der Kleintransporter der Firma am späten Mittwochabend, 4. November, lichterloh in Flammen stand - den Schaden beziffert die Polizei auf 15.000 Euro - tauchte am Donnerstag danach ein mutmaßliches Bekennerschreiben auf einer Internetplattform auf, die auch von der linksradikalen und -extremen Szene genutzt wird. Das Schreiben wurde anonym verfasst. Den Angaben nach könnte der Brandanschlag ein Rachakt für eine fachliche Beratung der Firma in einem Gerichtsprozess in Hamburg gewesen sein, der in seinen Wurzeln im Zusammenhang mit den heftigen Ausschreitungen beim G20-Gipfel steht.

Die Polizei hat indes ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Auch das Bekennerschreiben ist den Beamten bekannt. Da es sich allerdings um einen laufenden Prozess handelt, können auch dazu keine näheren Angaben gemacht werden. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter erklärt, könnten die Ermittlungen eine geraume Zeit in Anspruch nehmen.