Schönebeck l Das Wohnen in Elbnähe ist beliebt. Auch in Schönebeck. Davon ist Sigrid Meyer, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau GmbH (SWB) überzeugt, und möchte deshalb neuen Wohnraum am Elbufer anbieten. Eine entsprechende Fläche ist schon da. Schon lange. Das ehemalige Gelände der ITB GmbH. In bester Lage liegt es ungenutzt zwischen Müllerstraße und Streckenweg in der Nähe zum Elbufer.

Die SWB möchte dort ihr Projekt „Am Elbufer“ umsetzen. „Für dieses Gebiet haben wir uns entschieden, um am Fluss ein neues Wohngebiet entstehen zu lassen. Wir denken, hier ist einiges möglich. Es sollen sieben Mehrfamilienhäuser und neun Baugrundstücke für Einfamilienhäuser werden. Natürlich wird alles großzügig in Grünflächen eingebettet“, teilt Sigrid Meyer auf Anfrage der Volksstimme mit. Schönebeck liege so schön an der Elbe, und wenn man um die Gefahren der Elbe wisse, dann könne man sich mit dem Bautyp darauf einstellen.

Um das Vorhaben angehen zu können, braucht die SWB Baurecht. Und da kommen die städtischen Gremien ins Spiel. In der nächsten Sitzungsrolle, die mit dem Bauausschuss (19. August, ab 17 Uhr, großer Sitzungssaal im Rathaus) beginnt, ist das geplante Projekt Thema. Die SWB hat die Einleitung eines sogenannten Bebauungsplanverfahrens beantragt, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Die Wohnungsbaugesellschaft sei überwiegend Eigentümerin der im Geltungsbereich befindlichen Flächen. Für die Stadt soll das Tochterunternehmen aus den ungenutzten und unbebauten Brachflächen ein attraktives Wohngebiet im Sanierungsgebiet Altstadt entwickeln.

Bilder

Aufwertung

„Die Stadt prognostiziert durch die erhebliche Flächenaufwertung einen nachhaltigen städtebaulichen Entwicklungsschub für die Altstadt und das Elbufer im Sinne des Allgemeinwohls“, ist in der Beschlussvorlage zu lesen. Auch das Integrierte Entwicklungskonzept – Insek 2030 – lege den Fokus auf die Stärkung der Quartiere und der Weiterentwicklung des Elb-uferbereiches.

Magdeburger bauen am Elbufer

Magdeburg (ri) l Die Magdeburger Wohnungsunternehmen MWG und Wobau haben ein erstes Modell für ein neues Viertel mit 33.000 Quadratmetern Gesamtfläche vorgelegt. Ab 2021 könnten hier rund 280 Wohnungen entstehen.

  • MWG-Vorstand Thomas Fischbeck (l.) und Wobau-Geschäftsführer Peter Lackner freuen sich über den ersten Entwurf für ein neues Viertel auf dem Werder in Magdeburg. Foto: Martin Rieß

    MWG-Vorstand Thomas Fischbeck (l.) und Wobau-Geschäftsführer Peter Lackner freuen sich ...

  • Blick aus Richtung Südwesten auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Rechts im Bild das Landesfunkhaus des MDR. Foto: Martin Rieß

    Blick aus Richtung Südwesten auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Rechts im ...

  • Blick aus Richtung Westen  auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Rechts im Bild das Landesfunkhaus des MDR. Foto: Martin Rieß

    Blick aus Richtung Westen auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Rechts im Bild da...

  • Das Hufeisenhauses soll auf dem Magdeburger Werder neben dem Messeplatz (rechts) stehen. Foto: Martin Rieß

    Das Hufeisenhauses soll auf dem Magdeburger Werder neben dem Messeplatz (rechts) stehen. Foto: Ma...

  • Blick aus Richtung Südsoten auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Foto: Martin Rieß

    Blick aus Richtung Südsoten auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Foto: Marti...

  • Blick aus Richtung Norden auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Das Gebäude hinten im Bild ist bereits vorhanden. Foto: Martin Rieß

    Blick aus Richtung Norden auf das geplante Viertel auf dem Magdeburger Werder. Das Gebäude h...

  • Vorn im Bild ist auf dem Magdeburger Werder eine neue Straße zu sehen, die die Verlängerung des Strombrückenzugs mit Stadthalle und Hyparschale verbindet. Foto: Martin Rieß

    Vorn im Bild ist auf dem Magdeburger Werder eine neue Straße zu sehen, die die Verlänge...

  • So würde das Gebiet aus Richtung Süden entlang der Elbe aussehen. Foto: Martin Rieß

    So würde das Gebiet aus Richtung Süden entlang der Elbe aussehen. Foto: Martin Rieß

  • Blick durch das Laub eines Brombeerstrauchs auf dem Magdeburger Werder in Richtung Dom. Hier sollen in den kommenden Jahren neue Häuser gebaut werden. Foto: Martin Rieß

    Blick durch das Laub eines Brombeerstrauchs auf dem Magdeburger Werder in Richtung Dom. Hier soll...

  • Auf dem Gelände auf dem Magdeburger Werder befinden sich unter anderem verlassene Gebäude. Foto: Martin Rieß

    Auf dem Gelände auf dem Magdeburger Werder befinden sich unter anderem verlassene Gebäu...

„Die geplante Neubebauung wird die Baulücke in Richtung Elbbrücke schließen. Das neue Wohnquartier soll der Tendenz der Abwanderung in andere Stadtteile beziehungsweise Städte entgegenwirken“, schreibt SWB-Chefin Sigrid Meyer in ihrem Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens an die Stadt. Sie verweist darauf, dass es in unmittelbarer Nähe eine ausgeprägte Infrastruktur im Bildungs- und auch Versorgungsbereich gebe. „Die genauen Kosten haben wir heute natürlich noch nicht. Aber mit zwei Millionen je Haus kann man durchaus rechnen“, meint sie auf Volksstimme-Anfrage. „Alles wird ja noch ein paar Jahre dauern, aber ich bin sicher, dass viele dieses Wohngebiet annehmen werden.“

Um diesem Vorhaben den Weg zu ebnen, müssen die Stadträte erst einmal einen Beschluss zurücknehmen. Denn Pläne, auf diesem Areal zu bauen, gab es schon einmal und somit auch einen entsprechenden Beschluss. Doch der damalige Vorhabenträger hat sein Anliegen nicht weiter verfolgt, die Fläche liegt bis heute brach.