Feuerwehr

Rosenburgs Blauröcke singen gerne

Ihre musikalischen Talente haben die Rosenburger Feuerwehrleute beim jüngsten Feuerwehrball präsentiert.

Von Thomas Linßner

Groß Rosenburg l Spätestens seit dem legendären Barbyer Feuerwehrball 1997 haben wir gelernt, dass es bei Veranstaltungen der Blauröcke ziemlich musikalisch zugehen kann. Damals gab Bürgermeister Jens Strube sein (nicht unumstrittenes) Debüt als Solosänger der „Alten Kameraden“, die er bis heute zu jeder passenden Gelegenheit zum besten gibt.

Doch die Freiwillige Feuerwehr Barby hält sich in Sachen Chormusik heute eher zurück.

Die Rosenburger nicht. Hier ist es alte Tradition, dass die noch nicht ganz so alten Kameraden bei ihrem Feuerwehrball singen. Angeleitet von Silvio Puder stehen auf der Hitliste zwei deutsche Volkslieder ganz oben: „Es scheint der Mond so hell auf dieser Welt“ und „In einem Polenstädtchen“. Songs, mit denen schon weiland Heino die volkstümlichen Hitparaden stürmte.

Beim jüngsten Feuerwehrball im „Rosenburger Hof“ war die Mannschaft von Wehrleiter Christoph Jäger in Reih und Glied angetreten, um Kultur zu verbreiten. (Wobei der Begriff „Mannschaft“ nicht exakt ist, weil auch ein paar Damen dem Trupp den Status eines gemischten Chores verleihen.)

Ein heutiges „Alleinstellungsmerkmal“, das durch den 2014 verstorbenen Erhard Krause begründet wurde. Der war 25 Jahre Wehrleiter von Groß Rosenburg und sehr musikalisch. Unter seiner Leitung wurde nicht nur bei Feuerwehrbällen, sondern auch Geburtstagen und Jubiläen vom Kameraden an der Haustür musiziert. Woraus später die Rosenburger Musikanten hervor gingen, die landauf, landab mit Erfolg tourten. Ihnen darf man in den Jahren 1967 bis 2003 eine Erfolgsgeschichte der volkstümlicher Blasmusik bescheinigen.

Doch zurück zu heutiger Sangestätigkeit. Der schwergewichtige Silvio Puder fungierte als Vorsänger, sein Chor folgte ihm mehrheitlich auf den Ton genau.

Unter den Sängern war auch Stadtwehrleiter Detlef August, der seine Feuerwehrkarriere 1967 bei den Jungen Brandschutzhelfern (heute Jugendfeuerwehr) begann. Seit dem jüngsten Rosenburger Feuerwehrball trägt August neue Schulterstücke auf der Uniform. Laut Laufbahnverordnung für Mitglieder Freiwilligen Feuerwehren wurde er zum Brandinspektor der Stadt Barby befördert. Detlef August erfüllt dazu alle erforderlichen Voraussetzungen, hat jetzt einen goldenen Stern auf geflochtenem Schulterstück.

Die Frage, welche Aufgaben und Verpflichtungen sich mit dieser neuen Dienststellung verbinden, beantwortete August schelmisch grinsend wie aus der Pistole geschossen: „Eine Saalrunde ...!“

Keine weiteren Fragen.