Schönebeck l Das Jahr 2020 ist ein ganz besonderes Jahr für das Soziokulturelle Zentrum „Treff“. Die Einrichtung wird nämlich am 5. November 30 Jahre alt. Dieses langjährige Bestehen wird auch auf jeden Fall gefeiert, verrät Treff-Leiterin Katja Michler. Zu den Details verrät sie aber noch nichts.

Dafür gibt sie aber einen Ausblick, was die Besucher im Jahr 2020 erwartet. So wird es vom 1. Februar bis zum 13. März eine Ausstellung geben, die in dieser Art und Weise eine Premiere für das soziokulturelle Zentrum darstellt. Michler erklärt: „In der Ausstellung ‚Kunst und Kreativität bei Jugendlichen‘ können die jungen Schönebecker mal zeigen, wofür sie sich begeistern, welche Kunst- und Darstellungsformen sie interessieren.“ Ein übergeordnetes Thema gibt es nicht. Dafür hat sich Michler bewusst entschieden, um niemanden die Teilnahme zu verwehren. Jeder soll mitmachen können.

Alle Kunstformen erlaubt

Aus diesem Grund ist es auch völlig unerheblich, womit sich die jungen Schönebecker einbringen wollen. „Es darf gebastelt, gemalt, genäht, geflochten, gezeichnet, geschnitzt sein – alles was geht“, sagt Katja Michler. Auch Manga-Zeichnungen, Gedichte und Skulpturen sind denkbar.

Damit will der „Treff“ den Kindern und Jugendlichen eine Plattform bieten, als Sprachrohr fungieren. Ihnen die Möglichkeit bieten, die Themen, die sie beschäftigen, zu präsentieren. „Ich bin schon sehr auf die Sichtweisen der Jugendlichen gespannt“, sagt Katja Michler.

Ausstellung beworben

Um auf die Ausstellung aufmerksam zu machen, hat der „Treff“ auf Facebook und auf der eigenen Website dafür geworben. Außerdem wurden die Schulen informiert. „Ich hoffe, dass es fruchtet, und dass sich die Jugendlichen angesprochen fühlen und mitmachen“, sagt Michler. Wenn das Angebot wahrgenommen wird, will sie so eine Ausstellung vielleicht sogar jedes Jahr organisieren, überlegt die „Treff“-Chefin.

Im Jahr 2020 wird auch die vor kurzem wieder eingeführte Schreibwerkstatt fortgesetzt. Doch was machen Kinder in einer Schreibwerkstatt? „Wir spielen mit Worten“, sagt Michler lachend. Dabei werden gemeinsam Gedichte geschrieben, die Kinder lernen, wie eine Geschichte aufgebaut wird und beschäftigen sich auch mit verschiedenen Reim- und Dichtformen. All das natürlich auch auf spielerische Art und Weise und gelegentlich auch mit körperlicher Bewegung verbunden. „Dann sind die Kinder auch konzentrierter“, erklärt Michler.

Mehrere Bands angekündigt

Und auch musikalisch wird es im kommenden Jahr wieder einiges in der Einrichtung zu erleben geben. „Es wird auf jeden Fall abwechslungsreich. Am 7. März haben wir zum Beispiel ein Jazz-Duo bei uns. Außerdem sind auch Auftritte einer kanadischen Folkband und deutscher Bluesmusiker fest eingeplant.“

Darüber hinaus will sich Michler mit ihren Kollegen dafür einsetzen, dass keine Angebote wegfallen. „Das, was ist, das soll nicht wegbrechen“, sagt sie. Hintergrund ist der, dass die Einrichtung weniger Geld von der Stadt bekommt. Lag die jährliche Förderung bislang bei 75 500 Euro, so muss man im „Treff“ ab dem nächsten Jahr mit 66 400 Euro jährlich auskommen (Volksstimme berichtete). Diese Änderung wurde zuvor mit dem Förderverein Soziokultur Schönebeck, der den „Treff“ betreibt, abgestimmt. Dennoch ist Michler dankbar für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt. „Uns ist bewusst, dass wir eine ‚freiwillige Aufgabe‘ für die Stadt sind. Die Förderung für die nächsten drei Jahre freut uns sehr.“

Kabarett ausverkauft

Ansonsten beginnt das Jahr 2020 aber durchaus positiv für den „Treff“. Die Kabarett-Veranstaltungen mit Josefine Lemke, die Anfang Januar stattfinden, sind nämlich schon restlos ausverkauft. So kann das Jahr weitergehen.