Felgeleben l Das Konzept für den neuen Spielplatz am Wiener Platz in Felgeleben steht. Die Verantwortlichen haben sich auf die Spielgeräte geeinigt. Darunter einige neue und auch die alten des bisherigen Spielplatzes, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt. Am Dienstag wurden sie vorgestellt.

Ausgesucht wurden diese unter anderem von der Sachgebietsleiterin für Grünflächen, Cornelia Lentze, und Stadtratsmitglied Mark Kowolik. „Ich denke, wir haben eine gute Mischung für die unterschiedlichen Altersgruppen gefunden“, erklärt Lentze.

Vom Budget von rund 80.000 Euro sollen so unter anderem eine große Doppelseilbahn, eine Vogelnestschaukel und eine Kletterkombi gekauft werden. Unter den Bäumen am Wiener Platz soll zudem eine Slackline (deutsch: schlaffe Leine) gespannt werden. Slackline ist eine Trendsportart, bei der auf einem zwischen zwei Bäumen gespannten Seil balanciert wird.

Stadtrat steht zum Beschluss

„Die Bäume sind insofern wichtig, dass den Kindern im Sommer nicht die pralle Sonne auf den Kopf knallt. Ein Schutz vor der Sonne hat bislang auf dem alten Spielplatz gefehlt“, erklärt Kowolik, der auch weiß, dass nicht alle mit dem Umsetzen des Spielplatzes einverstanden sind: „Dennoch stehe ich hinter der Idee. Wenn sich das irgendwann als falsch herausstellen sollte, werde ich auch dazu stehen.“ Es soll ein neues Zentrum für Felgeleben entstehen. Für Jung und Alt. „Wir sind noch auf der Suche nach Sponsoren. Denn wir planen eine Sitzecke am Rande des Spielplatzes für die älteren Jugendlichen“, so Kowolik.

Es soll sich wieder getroffen werden in Felgeleben. Zuletzt war dies nicht mehr der Fall. Auch weil sich die Anwohner des bisherigen Spielplatzes über Lärm und Ballspiel ärgerten. Auf dem neuen Spielplatz wäre ausreichend Platz – auch wenn mal ein Schuss daneben gehen würde. „Als erstes werden wir die Fußballtore umsetzen“, sagt die Sachgebietsleiterin, „allerdings wird es keine Netze für die Tore geben.“

Bei ihnen bestünde die Gefahr von Vandalismus oder Diebstahl. Daher haben sich die Verantwortlichen eine Alternative ausgedacht: „Hinter den Toren werden wir einen Zaun zum Abfangen der Bälle errichten“, blickt Mark Kowolik voraus.

Anwohner Uwe Schatz findet die Idee toll: „Mich hat der Lärm nicht gestört. Auf dem neuen Spielplatz können sie sich ordentlich austoben. Genügend Platz ist da.“

Anwohner begrüßen Umzug

Auch die ehemalige und zukünftige Anwohnerin des Wiener Platzes, Anke Kulitschke, freut sich bereits auf den neuen Platz für die Felgeleber: „Ich bin hier aufgewachsen und später weggezogen. Jetzt haben wir uns eines der neuen Grundstücke gekauft und bauen dort ein Haus. Es ist toll, dass etwas für die Kinder gemacht wird.“

Neben den neuen Spielgeräten müssen auch die Wege rund um den Platz erneuert werden. Derzeit überwiegt bei schlechtem Wetter der Matsch. Eine Kiesschicht ist denkbar. Zudem sind die Einwohner angehalten, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht einfach liegen zu lassen, sondern zu entfernen.

Alles soll möglichst schnell von statten gehen. „Wenn alles gut läuft, sind wir zum Felgeleber Wohngebietsfest am 8. September mit allem durch und die Kinder können spielen“, so Mark Kowolik.