Schönebeck l Weit hatte es der Verband der Gartenfreunde von Schönebeck und Umgebung nicht beim jüngsten Umzug seiner Geschäftsstelle. Nicht einmal eine neue Adresse haben die Kleingärtner bekommen, die weiterhin an der Köthener Straße 4 residieren. „Wir sind vom Hinterhof in den Laden vorn an der Straße gezogen“, erzählt Karin Libbe, die Vorsitzende des Verbandes der Gartenfreunde. Und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen: Das Büro an der Straße wurde frei, nachdem der Vormieter, eine Firma für Blitzableiter, in größere Räume in einem Gewerbegebiet umgezogen war.

„Das Büro vorn ist einfach schöner“, sagt die 59-Jährige über die neue Geschäftsstelle, in der der Verband jeden Dienstag und Donnerstag seine Sprechstunden für die vielen Kleingärtner in und um Schönebeck anbietet. Er hat immerhin rund 4700 Mitglieder in 79 Vereinen. Rund 40 Quadratmeter bieten die neuen Räume. Neben dem großen Büro gehören auch eine Küche und ein Bad dazu.

Ebenerdiges Büro

Vorteilhaft sei auch, dass das neue Büro ebenerdig ist und nicht wie im Hinterhof über mehrere Stufen zu erreichen ist. Ungünstig war auch, dass der Hof ziemlich uneben gepflastert ist. „Viele unserer Mitglieder sind Rentner und daher teilweise nicht mehr so gut zu Fuß“, sagt Verbandsvorsitzende Libbe, die selbst Eigentümerin des Gebäudes ist und dort auch wohnt.

Einen offiziellen Einweihungstermin für die neuen Räume gab es nicht. Vielmehr ist der Verband über mehrere Wochen hinweg Stück für Stück umgezogen. „Auch jüngere Gartenfreunde, die zufällig vorbeikamen, haben mal einen Schrank oder einen Schreibtisch rüber getragen“, sagt Karin Libbe. Inzwischen hat sich auch ihr Kater Paul in der neuen Geschäftsstelle eingelebt und schläft gern auf der warmen Heizung. Einziger Nachteil des neuen Büros: „Im Sommer können wir die Tür nicht offen lassen, da die gelegentlich vorbeifahrenden Züge zu laut sind.“

Versammlungsraum behalten

Den Versammlungsraum im Hinterhof haben die Kleingärtner behalten. Doch finden unter anderem Weiterbildungen statt. So gibt es am 15. Oktober etwa eine Schulung für die Schatzmeister. „Und im Winter kommen dort einige Verein zu ihren Sitzungen zusammen, weil sie dann in ihren eigenen Räumen im Garten nicht heizen“, sagt Karin Libbe.

Die neue Geschäftsstelle werde bei den Sprechzeiten gut angenommen. „Am Anfang hatten wir ein Schild vor der Tür stehen, damit wir gefunden werden. Inzwischen gibt es auch einen sichtbaren Schriftzug auf unseren Fensterscheiben.“ Das Schaufenster wurde bereits mit mehreren Kürbissen herbstlich geschmückt.