Schönebeck l „Bürgertelefon der Stadt Schönebeck, Büchner, was kann ich für Sie tun?“ Seit gut einem Monat ist Antje Büchner am Apparat, wenn die „Corona-Hotline“ der Stadt angerufen wird. Die 51-jährige Mitarbeiterin im Bürgerbüro gibt Auskünfte über Entscheidungen, die zum Coronavirus auf Bundes-, Landes-, Kreis- und Stadtebene getroffen worden sind. Sie erklärt, auf welcher Internetseite welche Informationen zu finden sind. Wer keinen Internetzugang hat, bekommt von ihr die Informationen vorgelesen oder Material per Post zugeschickt. In der ersten Woche hat es vor allem zu drei Themen Anfragen gegeben: zum Drive-in-Test, zu den Schließungen im Einzelhandel und zum Kurzarbeitergeld.

Das hat sich nun geändert, erzählt Antje Büchner auf Nachfrage der Volksstimme. „Jetzt wollen die meisten Anrufer wissen, wohin sie fahren dürfen und wohin nicht. Gerade um die Osterzeit waren viele verunsichert, ob sie zur Verwandtschaft dürfen oder ob die Familie zu Besuch kommen kann. Und die Händler, die anfangs wegen der Schließungen ihrer Geschäfte angerufen haben, melden sich jetzt wieder vermehrt. Sie wollen wissen, ob sie öffnen dürfen oder nicht.“

Die Hotline der Stadt werde nach wie vor gut angenommen, wenn es auch etwas nachgelassen hat, zieht Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz ein Zwischenresümee. Es hänge – verständlich – immer von der aktuellen Situation ab. Es seien im Schnitt etwa 15 bis 20 Anrufer täglich, was also überschaubar sei. Die meisten Anfragen würden sich auf das Betreten und Nutzen der Wochenendgrundstücke beziehen, aber auch auf die Testzentren und das Fieberzentrum. Die Anfragen bezüglich der Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft seien deutlich zurückgegangen, so Stadtsprecher Wannewitz. „Die meisten Unternehmen haben die Anträge, die in dieser Situation helfen können, gestellt, Soforthilfen sind oftmals schon gezahlt“, sagt Antje Büchner.

Die Stadt bietet eine eigene Hotline als zusätzliches Angebot. „Wir wollen ansprechbar sein für jedermann. Die Leute sollen auf kurzem Weg Fragen klären können oder erfahren, wo sie sich hinwenden müssen, um eine Antwort zu erhalten“, sagte Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) zum Hotline-Start.

Corona-Hotline der Stadt: Telefon (03928) 71 06 11, montags 7.30 bis 16 Uhr, dienstags 7.30 bis 18 Uhr, mittwochs und donnerstags 7.30 bis 16 Uhr und freitags 7.30 bis 14 Uhr – von 12 bis 13 Uhr nicht besetzt.